Kampf gegen Antisemitismus

Antisemitismus bekämpfen – jüdisches Leben schützen.

Der Kampf gegen Antisemitismus ist ein zentrales Anliegen der österreichischen Bundesregierung. Vor dem Hintergrund des dunkelsten Kapitels in der österreichischen Geschichte, den unentschuldbaren Gräueltaten und menschenverachtenden Verbrechen des NS-Terrorregimes, hat Österreich eine besondere historische Verantwortung. Antisemitismus hat heute viele Gesichter und ist gerade in den letzten Jahren in Österreich, in Europa und weltweit angestiegen. Alleine im Jahr 2019 wurden von der Israelitischen Kultusgemeinde rund 550 Vorfälle registriert – das sind doppelt so viele wie noch 5 Jahre zuvor.

Karoline Edtstadler
"Die österreichische Bundesregierung konnte mit der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus einen großen Schritt in die richtige Richtung setzen. Denn Österreich hat eine besondere historische Verantwortung für alle Jüdinnen und Juden und ist auch verantwortlich, die freie Entfaltung von jüdischer Kultur und jüdischem Leben in der Mitte unserer Gesellschaft abzusichern. Heute und in Zukunft."
 
"Ich darf mich ausdrücklich bei sämtlichen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren in Österreich, auf der europäischen Ebene und weltweit sehr herzlich bedanken. All ihre Beiträge für die vorliegende Nationale Strategie gegen Antisemitismus waren wesentlich und werden auch weiterhin notwendig sein, um unserer gemeinsamen Vision eines Österreichs, eines Europas, einer Welt frei von Antisemitismus näher zu kommen." Bundesministerin Karoline Edtstadler

Darauf braucht es eine multidimensionale, gesamtgesellschaftliche Aufgabe, denn Antisemitismus ist ein multidimensionales Problem. Die Nationale Strategie gegen Antisemitismus ist heute aktueller und notwendiger denn je, um Antisemitismus in allen Erscheinungsformen zu bekämpfen und jüdisches Leben langfristig abzusichern. Im Dezember 2018 konnte unter österreichischem EU-Ratsvorsitz eine EU-Ratserklärung mit einer einheitlichen Definition von Antisemitismus und einem klaren Bekenntnis aller Mitgliedstaaten zu einer ganzheitlichen Strategie verabschiedet werden. Österreich setzt sich bei der konkreten Umsetzung einer Strategie gegen Antisemitismus an die Spitze der EU-Mitgliedstaaten.

Margaritis Schinas, Oskar Deutsch, Karoline Edtstadler
"Mit seinem ambitionierten Aktionsplan gegen Antisemitismus setzt sich Österreich mit an die Spitze der Länder, die Europa zum sicheren Zuhause für die jüdische Gemeinschaft machen wollen, damit sich jüdisches Leben in all seiner Vielseitigkeit entfalten kann." Margaritis Schinas

Die Antwort der Bundesregierung gegen Antisemitismus besteht aus 3 Punkten:

  1. Gesetz zur Absicherung des österreichisch-jüdischen Kulturerbes
  2. Gesamtstaatliche Strategie
  3. Zentrale Koordinierung im Bundeskanzleramt
Präsentation der Strategie gegen Antisemitismus
"Dass nach der Shoah in Österreich wieder jüdisches Leben sichtbarer und untrennbarer Bestandteil des offenen und vielfältigen Stadtbildes nicht nur in unserer Hauptstadt ist, war und ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist ein kleines Wunder. Die nationale Strategie gegen Antisemitismus sowie die rasche Umsetzung der Maßnahmen kann ein wesentlicher Beitrag dazu sein, dieses Wunder zu bewahren und nachhaltig zu schützen." Oskar Deutsch

Unsere Vision ist eine Gesellschaft frei von Antisemitismus und sicher für jüdisches Leben. Es ist der Beginn eines Prozesses, der laufend evaluiert und angepasst werden muss. Diese Strategie ist ein entscheidender Schritt, um nicht nur unsere historische Verantwortung wahrzunehmen und sichtbar zu machen, sondern vor allem auch wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen, um Antisemitismus zu bekämpfen und jüdisches Leben zu schützen.

Publikationen

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