Zivildienst-Bilanz 2025
Das Jahr 2025 stand im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 50 Jahre Zivildienst. Am 1. April 1975 trat der erste Zivildienstleistende seinen Dienst an, seitdem haben sich mehr als 450.000 junge Männer für den Zivildienst entschieden.
14.884 Zivildienstleistende wurden im Jahr 2025 in ganz Österreich zugewiesen. Das sind fast exakt gleich viele wie im Jahr davor. Seit Beginn des Zivildienstes war dies die vierthöchste Anzahl an Zuweisungen.
Bedarfsdeckung
Der Bedarf der rund 1.500 Zivildiensteinrichtungen ist in den letzten Jahren auf über 16.000 gestiegen – im Jahr 2025 meldeten die Einrichtungen einen Bedarf von 16.591 Plätzen. Trotz der geburtenschwachen Jahrgänge, der alternativen Freiwilligendienste und der großen Zahl an Untauglichen in den letzten Jahren (rund 22,8 Prozent der Stellungspflichtigen waren im Jahr 2025 untauglich, rund 6,6 Prozent vorübergehend untauglich) konnte der Bedarf der Einrichtungen zu 89,7 Prozent gedeckt werden.
Zuweisungen nach Bundesländern
Mit 3.479 Zuweisungen lag Wien an der Spitze der Zuweisungsstatistik, gefolgt von Oberösterreich mit 3.042, Niederösterreich mit 2.375 und der Steiermark mit 1.903 zugewiesenen Zivildienstleistenden. Es folgen Tirol mit 1.262, Vorarlberg mit 910 und Salzburg mit 901 Zuweisungen. In Kärnten wurden 590 und im Burgenland 422 Zivildienstleistende zugewiesen.
Einsatzgebiete der Zivildienstleistenden
Die Verteilung der Zivildienstleistenden auf die unterschiedlichen Einsatzgebiete ist im Vergleich zu früheren Jahren im Großen und Ganzen unverändert.
39 Prozent aller Zivildienstleistenden waren im Rettungswesen eingesetzt, 27 Prozent in der Sozial- und Behindertenhilfe, 12 Prozent in der Altenbetreuung und 9 Prozent in Krankenanstalten. Weitere Einsatzbereiche, in denen Zivildienstleistende einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten, sind unter anderem die Kinderbetreuung (3,8 Prozent), Katastrophenhilfe (2,7 Prozent), Flüchtlingsbetreuung (2,4 Prozent), die Öffentliche Sicherheit mit der Schulwegsicherung (1,2 Prozent) und die landwirtschaftliche Betriebshilfe (1,2 Prozent).