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Frauen und Pensionen

Das österreichische Pensionssystem beruht auf dem Prinzip der Pflichtversicherung und soll den Lebensunterhalt im Alter – nach dem Ende des Erwerbslebens – absichern.

Die Pensionshöhe hängt grundsätzlich ab:

  • von den eingezahlten Beiträgen
  • von der Anzahl der Beitrags(versicherungs)monate und
  • vom Erwerbseinkommen – der Höhe der gezahlten Beiträge

Die 2020 aktualisierte Broschüre "Frauen und Pensionen" und der dazugehörige Folder "Meine Pension" liefern kompakte Informationen zu den wesentlichen Elementen des Pensionssystems und zeigen anhand beispielhafter Frauenlebensläufe auf, wie die eigene Pension schon im Erwerbsleben abgesichert werden kann.

Derzeit beziehen rund 985.000 Frauen eine Alterspension (Daten: Hauptverband, Jahresdurchschnitt 2019), das entspricht knapp 57 Prozent aller Alterspensionistinnen und -pensionisten.

Frauen haben deutlich geringere Pension

Da Frauen nach wie vor im Durchschnitt deutlich geringere Erwerbseinkommen erzielen, liegen auch die durchschnittlichen Alterspensionen von Frauen mit 1.064 Euro deutlich unter denen der Männer (1.727 Euro; Daten: Hauptverband 2019; alle Träger der Pensionsversicherung; alle Alterspensionen).

Der Vergleich der durchschnittlichen Alterseinkommen von Personen zwischen 65 und 79 Jahren zeigt, dass der Gender Gap in Pensions (GGP) in Österreich im Jahr 2018 bei 39,5 Prozent lag (Daten: Eurostat).

Die Ursache geringerer Erwerbseinkommen von Frauen liegt unter anderem an geringeren Stundenlöhnen, weniger Führungspositionen und reduzierte Arbeitszeit. Hauptsächlich durch Kinderunterbrechungen sind Frauen in geringerem Ausmaß erwerbstätig.

Überdurchschnittlich oft armutsgefährdet 

Gleichzeitig beziehen Frauen oft länger Pension als Männer: etwa aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und dem früheren gesetzlichen Pensionsantrittsalter. Die geringere Alterspension wird teilweise durch Hinterbliebenenpensionen kompensiert. Nichtsdestotrotz sind alleinlebende Pensionistinnen überdurchschnittlich oft von Armutsgefährdung betroffen.

Und: Frauen stellen nach wie vor die überwiegende Mehrheit der Ausgleichszulagenbeziehenden, das heißt ihre Pension wird auf den Richtsatz der Ausgleichszulage hin angehoben, um einen Mindestlebensstandard zu sichern. Etwa ⅔ aller Beziehenden der Ausgleichszulage sind Frauen.

Zum Thema

  • EU-Projekt TRAPEZ – Transparente Pensionszukunft
    In Kooperation mit Sozialministerium, WIFO und FORBA führt die Frauensektion von Februar 2019 bis Ende September 2020 das Projekt "Transparente Pensionszukunft – Sicherung der ökonomischen Unabhängigkeit von Frauen im Alter" durch.
  • Einkommen und der Gender Pay Gap
    Einkommens- und Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern. Ein eigenes, existenzsicherndes Einkommen ist nicht nur im Alter für die finanzielle Absicherung wichtig.

Dokumente

Links