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Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds

Im Finanzrahmen für die Jahre 2014 bis 2020 wurden die Förderprogramme im Bereich Inneres völlig neu strukturiert und von 6 auf 2 Förderprogramme reduziert:

  • Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF):
    Der AMIF fördert Maßnahmen in den Bereichen Asyl, Migration, Integration und Rückkehr. Er ersetzt folgende Förderprogramme:
  • Fonds für Innere Sicherheit (ISF):
    Der ISF fördert Maßnahmen in den Bereichen polizeiliche Zusammenarbeit, Kriminalitätsbekämpfung, Krisenmanagement, Schutz der Außengrenzen und Visa.
    Weitere Informationen zum ISF können auf der Website des Bundesministeriums für Inneres abgerufen werden: Fonds für Innere Sicherheit.

AMIF 2014 bis 2020

Mit Entscheidung Nummer 516/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union wurde der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) für den Zeitraum 2014 bis 2020 errichtet.

Die inhaltliche Ausrichtung des AMIF in Österreich wird durch das Nationale Programm für die Förderperiode 2014 bis 2020 beschrieben. Das Nationale Programm wurde am 20. März 2015 von der Europäischen Kommission genehmigt.

Die Mittelausstattung des AMIF im Finanzrahmen 2014 bis 2020 beträgt insgesamt 3.137 Millionen Euro.

Mittelzuweisung für Österreich: 71,55 Millionen Euro

Zuständigkeit im AMIF

Die Behördenfunktionen für den AMIF sehen wie folgt aus:

  • Bundesministerium für Inneres (BMI), Abteilung V/4 "Förderungen": Zuständige Behörde für den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds
  • Bundeskanzleramt Abteilung II/3 "Förderungen Integration": Beauftragte Behörde für den Integrationsbereich des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds
  • Bundesministerium für Inneres (BMI), Referat IR/a "Prüfstelle EU Fonds": Prüfbehörde für beide Fonds

Technische Hilfe

Aus dem Fonds können außerdem auf Initiative eines Mitgliedstaates für jedes Nationale Programm Maßnahmen im Hinblick auf die Vorbereitung, die Verwaltung, das Monitoring, die Evaluierung, die Information und Kommunikation, die Vernetzung, die Kontrolle und Prüfung sowie auf den Ausbau der Verwaltungskapazität unterstützt werden.

Allgemeines Ziel

Das allgemeine Ziel des AMIF ist es, einen Beitrag zur effizienten Steuerung der Migrationsströme, zur Weiterentwicklung einer gemeinsamen Asyl- und Einwanderungspolitik sowie zur Verbesserung der Integration von Drittstaatsangehörigen zu leisten.

Um das zu erreichen, wurden 3 spezifische Ziele definiert:

  • Spezifisches Ziel 1: Asyl – Stärkung und Entwicklung der gemeinsamen Europäischen Asylsysteme
  • Spezifisches Ziel 2: Integration und legale Zuwanderung
  • Spezifisches Ziel 3: Rückkehr

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Inneres zu AMIF.

Spezifisches Ziel 2 – Integration

Im Rahmen von Integrationsmaßnahmen auf lokaler und regionaler Ebene können insbesondere folgende Maßnahmen aus dem Fonds gefördert werden:

  • Entwicklung und Weiterentwicklung derartiger Integrationsstrategien gegebenenfalls mit Beteiligung der lokalen oder regionalen Akteure
  • Maßnahmen zur Heranführung von Drittstaatsangehörigen an die Aufnahmegesellschaft
  • Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen, auch Sprachschulung und vorbereitende Maßnahmen zur Förderung der Selbsterhaltungsfähigkeit
  • Maßnahmen zur Stärkung der Eigenverantwortlichkeit
  • Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Kontakte und des konstruktiven Dialogs zwischen Drittstaatsangehörigen und der Aufnahmegesellschaft
  • Maßnahmen zur Förderung der Gleichbehandlung von Drittstaatsangehörigen im Umgang mit öffentlichen und privaten Dienstleistern

Im Rahmen der praktischen Zusammenarbeit und Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau können insbesondere aus dem Fonds Maßnahmen gefördert werden, die sich auf eine oder mehrere der folgenden Tätigkeiten konzentrieren:

  • Kapazitätsaufbau bei den Empfängern unter anderem durch den Austausch von Erfahrungen und bewährten Vorgehensweisen sowie Vernetzung
  • Aufbau nachhaltiger Organisationsstrukturen für das Integrations- und Diversitätsmanagement
  • Beitrag zu einem dynamischen Interaktionsprozess für Integrationsstrategien auf lokaler und regionaler Ebene
  • Maßnahmen zur Förderung und Intensivierung der praktischen Zusammenarbeit zwischen den betreffenden Behörden der Mitgliedstaaten

Zielgruppe

Zielgruppe der Integrationsförderung im AMIF sind Drittstaatsangehörige, die rechtmäßig und mit längerfristiger Aufenthaltsperspektive in Österreich niedergelassen sind, dazu gehören auch Personen mit Flüchtlingsstatus oder subsidiärem Schutzstatus im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU (keine Asylwerberinnen und Asylwerber).

Zeitplan

  • Programmlaufzeit: 2014 bis 2020
  • Förderfähigkeitszeitraum: Im Rahmen des AMIF sind Ausgaben förderfähig, wenn sie zwischen 1. Jänner 2014 und 31. Dezember 2022 angefallen sind.
  • Das Nationale Programm wurde von der Europäischen Kommission am 20. März 2015 genehmigt.

Integrationsförderung im AMIF

Bereits in der vergangenen Förderperiode der EU-SOLID Fonds von 2007 bis 2013 konnten, mit europäischen Fördermitteln, wichtige Maßnahmen für die Förderung der Integration von Drittstaatsangehörigen umgesetzt werden. In der Förderperiode des AMIF 2014 bis 2020 soll, ausgehend von der gesellschaftlichen Entwicklung seither, auf die neuen Herausforderungen im Integrationsbereich reagiert werden.

Integrationsmaßnahmen im AMIF:

  • Maßnahme I 1: Sprache und Bildung
  • Maßnahme I 2: Vorbereitende Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration
  • Maßnahme I 3: Werte und Starthilfe
  • Maßnahme I 4: Indikatoren, Forschungsarbeiten und wissenschaftliche Analysen zum Thema Integration
  • Maßnahme I 5: Zusammenarbeit und Vernetzung relevanter Akteure sowie interkultureller Kapazitätenaufbau

Für alle Projekte im Integrationsbereich gelten folgende Grundsätze:

  • Zielgruppe der Maßnahmen im Integrationsbereich sind – siehe Verordnung (EU) Nummer 516/2014 – ausschließlich Drittstaatsangehörige mit längerfristiger Aufenthaltsperspektive, die in Österreich niedergelassen sind, dazu gehören auch Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte im Sinne der RL 2011/95/EU
  • Als besonders förderungswürdig werden Frauen sowie junge Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte erachtet.
  • Da Kommunen im Bereich der Integration eine wesentliche Rolle spielen und Integration vor allem vor Ort in den Gemeinden stattfindet, wird bei der Auswahl der Projekte auch den lokalen Gegebenheiten Österreichs Rechnung getragen werden.
  • Im Rahmen dieses spezifischen Ziels eingereichte und ausgewählte Projekte, sind von anderen Förderinstrumenten beziehungsweise anderen durch gesetzliche Bestimmungen festgelegte Maßnahmen (näheres dazu im "Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen"), abzugrenzen, um Doppelfinanzierungen auszuschließen.
  • Für die Projekte sollte eine möglichst breite Finanzierungsstruktur angestrebt werden
  • Angesucht werden kann um eine Finanzierung aus europäischen Mitteln von bis zu 75 Prozent der Gesamtprojektkosten und Kofinanzierungsmittel des BKA.
  • Im Integrationsbereich ist der Projektvorschlag einer Maßnahme zuzuordnen. Die Durchführung eines mehrere Maßnahmen umfassenden Projekts ist daher nicht möglich.

Weitere Informationen zur organisatorischen und inhaltlichen Ausrichtung des AMIF beziehungsweise der Maßnahmen in Österreich können dem Dokument "Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen" entnommen werden. Derzeit kein Projektaufruf.

Planen Sie ein Projekt im Bereich Asyl- oder Rückkehrförderung, finden Sie die notwendigen Informationen für eine Förderung auf der Website des Bundesministerium für Inneres (BMI) zu AMIF.

Ansprechstellen für AMIF

Für die Integrationsmaßnahmen beziehungsweise zu Integrationsprojekten:

Bundeskanzleramt, Abteilung II/3
E-Mail: foerderungen.integration@bka.gv.at 
Telefon: +43 501 150-4213

Bei allgemeinen Fragen zum AMIF und Asyl- und Rückkehrmaßnahmen:

BMI – Abteilung V/4
E-Mail: BMI-V-4@bmi.gv.at 
Telefon (Sekretariat): +43 1 531 26-2785

Dokumente und Rechtsgrundlagen