Förderungen Österreichisch-Jüdisches Kulturerbe

Österreichisch-Jüdisches Kulturerbe

Antisemitismus bekämpfen – jüdisches Leben schützen

Der Kampf gegen Antisemitismus ist ein zentrales Anliegen der österreichischen Bundesregierung. Vor dem Hintergrund des dunkelsten Kapitels in der österreichischen Geschichte, den unentschuldbaren Gräueltaten und den menschenverachtenden Verbrechen des NS-Terrorregimes, hat Österreich eine besondere historische Verantwortung. Antisemitismus hat heute viele Gesichter und ist gerade in den letzten Jahren in Österreich, in Europa und weltweit angestiegen. Um Antisemitismus in all seinen Formen zu bekämpfen und jüdisches Leben in Österreich zu schützen und zu fördern, braucht es eine multidimensionale, gesamtgesellschaftliche Aufgabe, denn Antisemitismus ist ein vielschichtiges Problem.

Im Dezember 2018 konnte unter österreichischem EU-Ratsvorsitz eine EU-Ratserklärung mit einer einheitlichen Definition von Antisemitismus und einem klaren Bekenntnis aller Mitgliedstaaten zu einer ganzheitlichen Strategie verabschiedet werden. Österreich setzte sich bei der konkreten Umsetzung einer Strategie gegen Antisemitismus an die Spitze der EU-Mitgliedstaaten und stellte im Jänner 2021 eine Nationale Strategie gegen Antisemitismus vor.

Nationale Strategie gegen Antisemitismus

Die Nationale Strategie gegen Antisemitismus (NAS) der Bundesregierung soll Antisemitismus in all seinen Formen bekämpfen, sowie jüdisches Leben in Österreich schützen und fördern. Die NAS stellt einen umfassenden Impuls und Wegweiser für konkrete Ziele und Maßnahmen, für die Stärkung bestehender Aktivitäten und für die Förderung von Best-Practice-Beispielen dar. Sie umfasst 38 definierte Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung aller Formen von Antisemitismus. Zur Erreichung der hierfür gesetzten Ziele und Maßnahmen baut die NAS auf folgende sechs strategische Säulen auf, die auch im Rahmen von gezielten Förderungen von Projekten erreicht werden sollen:

  • Bildung, Ausbildung und Forschung
  • Sicherheit und Schutz jüdischer Gemeinschaften und Einrichtungen
  • effektive Strafverfolgung
  • Rahmenbedingungen im Integrationsbereich
  • Dokumentation und europaweiter Datenvergleich
  • Gesamtgesellschaftliche Ansatz

Publikationen und Rechtsgrundlage

Allgemeines zur Förderung

Die Gewährung einer Förderung erfolgt auf Grundlage der "Allgemeinen Rahmenrichtlinien für die Gewährung von Förderungen aus Bundesmitteln 2014" (BGBl. II Nummer 208/2014 idgF) nach Maßgabe der verfügbaren Förderungsmittel. Ein Rechtsanspruch auf Zuerkennung einer Förderung besteht nicht.

Grundsätzlich können nur Projekte/Vorhaben gefördert werden, die den Zuständigkeitsbereich des Bundeskanzleramtes betreffen, zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen wurden und deren Gesamtfinanzierung gesichert ist.

Formulare

Es können nur Anträge berücksichtigt werden, die mit einem der folgenden aktuellen Formulare gestellt werden. Diese sind elektronisch vollständig auszufüllen, rechtsgültig zu signieren und mit allen erforderlichen Beilagen an den Förderungsgeber zu übermitteln.

Mit Ihrer rechtsgültigen Unterfertigung willigen Sie zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten ein. Nähere Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte der "Datenschutzrechtlichen Information gemäß Artikel 13 DSGVO" im Antragsformular.

Beachten Sie auch die im Formular enthaltenen Allgemeinen Förderungsbedingungen (PDF, 190 KB) und den Leitfaden zur Abrechnung (PDF, 117 KB), die Bestandteile eines allfälligen Förderungsvertrages sind.

Ihren Förderungsantrag können Sie online mit rechtsgültiger elektronischer Signatur einbringen: Online-Antrag Förderung Österreichisch-Jüdisches Kulturerbe

Voraussetzung: Zum Ausfüllen des Online-Förderungsantrages ist es erforderlich, sich am Transparenzportal anzumelden. Dazu stehen Ihnen folgende Möglichkeiten offen:

  • wenn der Online-Antrag von einer NGO/NPO beziehungsweise einem gemeinnützigen Unternehmen gestellt wird, Anmeldung mit der Unternehmensserviceportal-Kennung erforderlich (Registrierung am Unternehmensserviceportal),
  • wenn der Online-Antrag von einer Privatperson gestellt wird, Anmeldung mit Handy Signatur, Bürgerkarte oder Finanz Online-Kennung erforderlich.

Sie benötigen zum elektronischen Signieren eine aktivierte Handy-Signatur oder eine Bürgerkarte (Ihre E-Card mit aktivierter Bürgerkartenfunktion). Informationen dazu finden Sie hier: Handysignatur & Bürgerkarte – Der digitale Ausweis

Bitte beachten Sie, dass der Online-Förderungsantrag von allen zur Zeichnung berechtigten Personen (zum Beispiel gemäß Vereinsregisterauszug) elektronisch zu signieren ist. Das heißt, dass alle zeichnungsberechtigten Personen entweder über Handy-Signatur oder eine freigeschaltete Bürgerkarte (mit Lesegerät) verfügen müssen.

Alternativ können Sie auch per E-Mail oder postalisch mit nachfolgendem Formular einen Antrag mit rechtsgültiger händischer Signatur einbringen:

Antragsformular, Stand: Jänner 2022 (nicht barrierefrei) (PDF, 1 MB)

Zur Nutzung des PDF-Formulars ist Adobe Acrobat Reader ab Version 9.0 oder höher erforderlich. Speichern Sie das Antragsformular zunächst lokal ab, bevor Sie es ausfüllen.

Kontakt

Bundeskanzleramt 
Stabstelle Österreichisch-Jüdisches Kulturerbe 
Ballhausplatz 2, 1010 Wien 
E-Mail: staboejk@bka.gv.at

Hinweise zur Abrechnung

Details zur Abrechnung sind dem "Leitfaden für die Abrechnung von Förderungen durch das Bundeskanzleramt" zu entnehmen.

Bitte übermitteln Sie fristgerecht bis zum im Förderungsvertrag festgelegten Abrechnungstermin die Unterlagen (im Original) unter Verwendung des Formulars "Belegaufstellung" an das Bundeskanzleramt, Referat I/17/a – Förderungskontrolle UG10, Ballhausplatz 2, 1010 Wien, E-Mail: foerderkontrolle10@bka.gv.at.

Ergänzend stellen wir Ihnen ein Muster für eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung zur Verfügung.