Jugendstrategie Grundlagen

Die Österreichische Jugendstrategie ist ein laufender Prozess zur Stärkung und Weiterentwicklung der Jugendpolitik in Österreich.

Ziel ist es, Maßnahmen für junge Menschen zu bündeln, zu systematisieren und ihre Wirksamkeit zu optimieren. Die Jugendstrategie soll zudem neue Kooperationsfelder und weiteren Handlungsbedarf benennen sowie diesen mit konkreten Maßnahmen unterlegen. Als Rahmen dienen 4 große Handlungsfelder.

Bis Ende 2019 wurden gemäß damaligen Beschluss der Bundesregierung vom 24. Oktober 2018 in allen 4 Handlungsfeldern der Österreichischen Jugendstrategie entsprechende Österreichische Jugendziele erarbeitet und in "Reality Checks" mit jungen Menschen reflektiert.

Das Regierungsprogramm 2020–2024 sieht vor, dass die Österreichische Jugendstrategie entsprechend weitergeführt wird, die Österreichischen Jugendziele mit Maßnahmen hinterlegt und dabei auch die European Youth Goals miteinbezogen werden.

Mit Beschluss der Bundesregierung vom 30. September 2020 wurden 28 Jugendziele beschlossen und die Eckpunkte der Weiterführung der Österreichischen Jugendstrategie definiert.

Die Grundlagen zur Weiterführung finden sich in den Beschlussunterlagen:

Eckpunkte der Österreichischen Jugendstrategie

Österreichische Jugendziele politikfelderübergreifend umsetzen

In der jetzigen Entwicklungsphase werden die Österreichischen Jugendziele politikfelderübergreifend betrachtet. So gibt es Jugendziele, deren Umsetzung von mehreren Bundesministerien gemeinsam vorangetrieben werden können. Angestrebt werden interministerielle Kooperationen, um entsprechende Synergien zu nutzen.

Weitere Österreichische Jugendziele formulieren

Die vorliegenden Österreichischen Jugendziele stellen kein starres Ergebnis dar. Eine Weiterentwicklung, Adaption und Ergänzung bestehender Jugendziele sowie auch neue Jugendziele aufgrund von aktuellen Gegebenheiten (wie Covid-19) ist jederzeit möglich.

Maßnahmen entwickeln

Die bestehenden und die neu zu entwickelnden Österreichischen Jugendziele werden mit Maßnahmen hinterlegt. Dies können bestehende Maßnahmen, adaptierte oder neue Maßnahmen sein.

Die Lebenswelten junger Menschen berücksichtigen

Jugendziele wie auch Maßnahmen werden im Sinne der aktiven Partizipation "Reality Checks" unterzogen. Das heißt, sie werden mit jungen Menschen und/oder Einrichtungen, die Jugendexpertise aufweisen, entwickelt und/oder reflektiert. Hierbei wird auch die Bundesjugendvertretung – als gesetzlich eingerichtete Kinder- und Jugendvertretung – stark in den Prozess involviert. Forschungserkenntnisse werden ebenfalls einbezogen.

Nationale Aktionspläne und Strategien einbinden

In einer Vielzahl von bestehenden nationalen Aktionsplänen und Strategien finden sich Vorhaben und Maßnahmen, die Jugendliche adressieren. Die Österreichische Jugendstrategie wird daher in Zukunft verstärkt auf Aktionspläne und Strategien referenzieren.

European Youth Goals verknüpfen

Mit dem Regierungsprogramm hat sich die Bundesregierung zu der Umsetzung der European Youth Goals (gemäß EU-Jugendstrategie 2019-2027) als wichtigen Beitrag zu Beteiligung und Partizipation bekannt. Die Österreichischen Jugendziele sowie die dazu erarbeiteten Maßnahmen wurden und werden den European Youth Goals zugeordnet und tragen somit zu deren Umsetzung bei.

Koordinationsstrukturen etablieren

Die Gesamtkoordination und strategische Weiterentwicklung der Österreichischen Jugendstrategie erfolgt weiterhin über das Kompetenzzentrum Jugend im Bundeskanzleramt. Durch die Einrichtung einer zentralen Koordination in jedem Bundesministerium wird der interministerielle Abstimmungsprozess sowie die laufende Beteiligung am Gesamtprozess sichergestellt. Eine interministerielle Koordinationsrunde sichert die sektorenübergreifende Zusammenarbeit.

Transparent weiter entwickeln

Durch das Kompetenzzentrum Jugend erfolgt eine zentrale Dokumentation der Umsetzung der Österreichischen Jugendziele und der dazugehörigen Maßnahmen. Ein regelmäßiger Umsetzungsbericht soll die transparente und partizipative Weiterentwicklung der Österreichischen Jugendstrategie sicherstellen. Die Bundesjugendvertretung – als gesetzlich eingerichtete Kinder- und Jugendvertretung – sowie weitere jugendpolitische Stakeholder werden über die Entwicklungsgruppe Jugendstrategie und das Forum Jugendstrategie in den Weiterentwicklungsprozess eingebunden.

Kontakt

Kompetenzzentrum Jugend
E-Mail: jugendstrategie@bka.gv.at