35 Jahre "Erasmus+"-Programm: Eurozone feiert Jubiläum mit einer Sonderprägung der 2-Euro-Münze

Das "Erasmus+"-Programm existiert EU-weit seit 35, in Österreich seit 30 Jahren – Seit 1. Juli 2022 ist speziell designte 2-Euro-Sondermünze Zahlungsmittel im gesamten Euroraum – Jugend-Staatssekretärin Plakolm: "Ich lade jeden jungen Menschen in Österreich ein, sich im Jubiläumsjahr an den vielen verschiedenen 'Erasmus+'- Projekten zu beteiligen"

Münze Österreich | Erasmus Münze

Seit 1. Juli 2022 ist eine spezifisch gestaltete, motivgleiche 2-Euro-Sondermünze als Zahlungsmittel in der Eurozone gültig, und dies aus einem besonderen Grund: Das Programm "Erasmus+" feiert 2022 sein EU-weit 35-jähriges Bestehen. In Österreich existiert das Programm seit 30 Jahren. 

Das "Erasmus"-Programm der Europäischen Union war 1987 als Austauschprogramm für Hochschulstudierende ins Leben gerufen worden und ist 35 Jahre später unter der Bezeichnung "Erasmus+" eines der weltweit größten Förderungsprogramme für Auslandsaufenthalte. Die Erweiterung "Erasmus+" ermöglicht noch mehr Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts – unabhängig davon, ob sie eine Schulausbildung absolvieren, eine Lehre begonnen haben, in der Erwachsenenbildung oder in den Bereichen Jugend und Sport tätig sind.

Jugend-Staatssekretärin Plakolm: "'Erasmus+' ist die perfekte Möglichkeit für junge Menschen zu spüren, was es heißt, Teil der Europäischen Union zu sein"

"Eine eigene Euro-Sondermünze und ein Euro-Münzsatz zum 35-jährigen Bestehen in Europa holen dieses wichtige Bildungsprogramm einmal mehr vor den Vorhang. 'Erasmus+' zählt zu den beliebtesten EU-Förderprogrammen und Österreich ist seit nunmehr 30 Jahren, seit 1992, dabei – 350.000 Österreicherinnen und Österreicher konnten Europa für sich entdecken, Erfahrungen sammeln und Freundschaften für das Leben knüpfen. Besonders freut es mich, dass 'Erasmus+' mittlerweile verstärkt auch für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrlinge zugänglich ist. Damit wurde neben den Studierenden der Kreis für dieses Projekt erweitert und ermöglicht dieses europäische Erlebnis schon in der Schulzeit und während der Lehrlingsausbildung. 'Neue Perspektiven, neue Horizonte', so lautet das Motto der neuen Programmperiode und so sollen am Ende der neuen Programmperiode 2027 weitere rund 330.000 Menschen aus allen Bildungsbereichen in ganz Europa Erfahrungen gesammelt haben", sagte Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsminister Martin Polaschek anlässlich der Präsentation der Sondermünze.

"'Erasmus+' ist die perfekte Möglichkeit für junge Menschen, Gleichgesinnte aus anderen Ländern kennenzulernen, sich auszutauschen und dabei zu spüren, was es heißt, Teil der Europäischen Union zu sein. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist wegweisend für den Frieden innerhalb der Länder der EU und damit wichtiger denn je. Ich lade jeden jungen Menschen in Österreich sehr herzlich ein, sich im Jubiläumsjahr an den vielen verschiedenen 'Erasmus+'- Projekten zu beteiligen", ergänzte Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm.

Erasmus Münze

"Erasmus-Münzen": Das Münzbild

Euro-Sondermünzen sind 2-Euro-Münzen, die einem besonderen Thema gewidmet sind. Die Bildseite der "Erasmus-Münzen" zeigt neben einer Interpretation des Gemäldes "Bildnis des schreibenden Erasmus von Rotterdam" (1523) von Hans Holbein dem Jüngeren im Hintergrund ein Netzwerk aus Linien, das symbolisch für den geistig-kulturellen Austausch zwischen Studierenden verschiedener Nationen steht. Partiell erhobene Stellen im Netzwerk lassen die Zahl "35" erahnen, die auf das Jubiläum Bezug nimmt. Die andere Seite der Sondermünze zeigt das übliche Landkartenmotiv und auf das jeweilige Ausgabeland (die 19 Staaten der Eurozone) abgestimmte Motive. 

Die EU-Bürgerinnen und EU-Bürger hatten im März 2021 per Online-Abstimmung unter 6 Entwürfen entscheiden können. Nach einer ersten Vorauswahl setzte sich in der finalen Abstimmung ein Entwurf der französischen Prägestätte « Monnaie de Paris » durch.

Der Euro feiert sein 20-jähriges Bestehen als Bargeld

Nicht nur das "Erasmus+"-Programm begeht 2022 ein Jubiläum, sondern auch der Euro. Denn seit 1. Jänner 2002 – und damit seit 20 Jahren – existiert die europäische Gemeinschaftswährung – in Form von Banknoten und Münzen – als Bargeld. Als Buchgeld war der Euro bereits zwei Jahre zuvor eingeführt worden.

Der Euro gilt nach dem US-Dollar als die zweitwichtigste Währung der Welt. Durch die einheitliche Währung ist der Preisvergleich von Waren und Dienstleistungen innerhalb der aktuell 19 Staaten umfassenden Eurozone für die Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch für Unternehmen einfacher geworden. Mit 1. Jänner 2023 soll der Euroraum um Kroatien erweitert werden. 

Hintergrund: Das Mobilitätsprogramm "Erasmus+"

Vor knapp einem halben Jahrtausend in Basel verstorben, gilt Erasmus von Rotterdam bis heute als bedeutender Humanist, Philologe, Kirchenkritiker und als ein Wegbereiter der Aufklärung. Seinen Idealen entspricht das "Erasmus"-Programm (kurz auch für Englisch: "EuRopean Community Action Scheme for the Mobility of University Students"): 1987 vom Rat der EU beschlossen, ermöglicht es Aufenthalte und Mobilitäten von Studierenden, Schülerinnen und Schülern, Lehrlingen, Lehrenden sowie weiteren Personengruppen in anderen Staaten und fördert damit sowohl europäische als auch globale Kooperationen. Darüber hinaus unterstützt das Programm mit eigenen Förderschienen Projekte insbesondere im Bildungs- und Jugendsektor (seit 2014 unter der Bezeichnung "Erasmus+"). Seit 1992 nimmt Österreich am Programm teil; bis dato konnten 350.000 Österreicherinnen und Österreicher auf diese Art Auslandserfahrungen sammeln. Die Programmgeneration 2021 bis 2027 setzt Schwerpunkte beim digitalen Wandel sowie bei der Bekämpfung des Klimawandels und legt überdies einen besonderen Wert auf Inklusion.

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