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Bundesministerin Stilling: Starken Frauenstimmen mehr Gehör schenken

Frauenministerin bei der Präsentation der neuen Ausgabe "Das Jüdische Echo" zum Thema "Starke Frauenstimmen"

"Die diesjährige Ausgabe des Magazins 'Das Jüdische Echo' gibt Frauen eine starke Stimme und macht sie sichtbar in Politik, Gesellschaft und Kultur. Leider ist die offizielle Geschichtsschreibung zu Frauen in der Politik oft sehr kurz gefasst. Die aktuelle Ausgabe des Jüdischen Echos setzt dazu einen Kontrapunkt", sagte Bundesministerin Ines Stilling in ihrer Eröffnungsrede bei der Präsentation der Publikation im Bundeskanzleramt. Die aktuelle Ausgabe ist dem Jubiläum "100 Jahre Frauenwahlrecht" und den starken Frauenstimmen der Gesellschaft gewidmet.

"Das 'Jüdische Echo' bietet Jahr für Jahr anspruchsvollen Lesestoff", betonte der Obmann des Herausgebervereins, Leon Widecki. "In der aktuellen Ausgabe schreiben 29 Autorinnen und 4 Autoren unter anderem über Erfolge und Rückschläge bei der Emanzipation, über Frauen in der politischen Öffentlichkeit, über Gegenwehr und Überleben von Frauen in Zeiten des Nationalsozialismus und der Shoah", so Widecki.

100 Jahre Frauenwahlrecht

Auch wenn es zum Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht heuer schon einige Festakte gegeben habe, könne diesem demokratiepolitischen Meilenstein nicht genug Beachtung geschenkt werden, so die Frauenministerin. "Auch heute feiern wir, dass Frauen vor 100 Jahren erstmals ihre Stimme abgegeben haben und 1919 die ersten 8 weiblichen Abgeordneten ins Parlament eingezogen sind", sagte Stilling. "Wenn am Wochenende der Nationalrat gewählt wird, ist es für uns selbstverständlich, dass Frauen und Männer ihre Stimme abgeben. Das Jubiläum erinnert uns jedoch daran, dass das eben nicht immer so war und das Frauenwahlrecht ein hart erkämpftes Recht ist. 100 Jahre später hat Österreich erstmals eine Bundeskanzlerin und eine Regierung, die zur Hälfte aus weiblichen Mitgliedern besteht."

Partizipation von Frauen auf allen Ebenen stärken

Die Repräsentation von Frauen in Entscheidungspositionen auf allen politischen Ebenen sei eine wichtige Voraussetzung für die Gleichstellung von Frauen und Männern. "Daher müssen wir entsprechende Maßnahmen setzen, um die Partizipation von Frauen auf allen politischen Ebenen zu stärken." Ein Schritt in diese Richtung bestehe darin, so Stilling, "starken Frauenstimmen Gehör zu schenken und sie ernst zu nehmen."

Unter den starken Frauenstimmen sind heute auch viele junge Persönlichkeiten wie Greta Thunberg und Malala Yousafzei. Sie sprechen konkrete gesellschaftspolitische Probleme an, für die sie Lösungen einfordern. Dazu betonte die Frauenministerin: "Klimaaktivistin Greta Thunberg und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzei stehen für mich beispielhaft für viele Frauen, die die Arbeit von Pionierinnen und Wegbereiterinnen, darunter auch die ersten 8 weiblichen Abgeordneten im österreichischen Parlament, fortsetzen. Damals wie heute kämpften und kämpfen diese Frauen für ihre Rechte und die bessere Zukunft von Frauen. Wir sollten einerseits in ihrer Geschichte nachlesen, und andererseits den aktuellen Anliegen zuhören und Gehör verschaffen."

Starke Frauenstimmen sollten viel öfter ins Zentrum von Diskussionen gerückt werden. "Damit verändern wir gemeinsam, wer mit welchen Themen die politische Bühne dominiert. Damit bestärken wir, dass Frauen – wie Männer schon immer – ihre Anliegen und gesellschaftlichen Visionen auf allen politischen Bühnen zur Diskussion und Umsetzung bringen können", erklärte Stilling abschließend.

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.