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Bierlein und Schallenberg: Dialog ist der Schlüssel zur guten Kooperation

Empfang für die Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und Religionsgesellschaften

"Die Religionsfreiheit ist eines der grundlegenden Freiheitsrechte. An ihrem Status und an ihrer Behandlung lässt sich auch der Zustand einer Gesellschaft sehr gut ablesen. In Österreich ist Religion ein selbstverständlicher Bestandteil des öffentlichen Raums. Die Kooperation miteinander, das Verständnis füreinander und auch die Brückenfunktionen im internationalen Kontext sind für uns alle von besonderer Bedeutung und zukunftsorientierter Auftrag", so Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein anlässlich der Begrüßung der Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und Religionsgesellschaften, die zu einem Empfang ins Bundeskanzleramt geladen waren.

"In Artikel 17 des Vertrags zur Arbeitsweise der Europäischen Union wird die Pflege eines offenen, transparenten und regelmäßigen Dialogs zwischen der Europäischen Union und den Kirchen sowie religiösen Vereinigungen oder Gemeinschaften in Anerkennung ihrer Identität und ihres besonderen Beitrags festgehalten. Ich freue mich in diesem Sinn, dass Sie alle heute gekommen sind", so Bierlein. Der Dialog zwischen Staat, Kirche und Religionsgesellschaften sei in Österreich jedoch nicht neu, sondern schon lange wichtiger Bestandteil des gegenseitigen Austausches und der Kooperation. Der Bundesregierung sei der Dialog mit den verschiedensten Gruppen ein besonderes Anliegen.

Ein gutes Zusammenleben und eine konstruktive Atmosphäre könne aber nicht einfach per Gesetz verordnet werden. Gerade in Wahlkampfzeiten seien Worte scharf, Gräben tief und Gruppen könnten polarisiert werden. Doch der Weg in die Zukunft solle immer ein für alle gangbarer sein. "Es braucht daher das Zusammenwirken aller, eines jeden Einzelnen und der ganzen Gesellschaft, um die Würde des Nächsten, gesellschaftliche Stabilität sowie eine Atmosphäre der Offenheit und Freiheit in der Konkretheit des Alltags immer wieder zu gewährleisten", hielt die Bundeskanzlerin fest. Sie bedankte sich bei den Vertreterinnen und Vertretern der Religionsgemeinschaften, die durch ihr vielfältiges Wirken und das ihrer Einrichtungen in besonderer Weise zu einem guten Zusammenleben beitragen würden.

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein mit Vertreter einer Religionsgesellschaft

Schallenberg: Religionsgemeinschaften leisten wesentlichen Beitrag zum Gemeinwohl und Frieden

Für die Regierung stelle die gute Zusammenarbeit mit Kirchen und Religionsgesellschaften einen selbstverständlichen Bestandteil ihrer Gesamtarbeit dar, sagte Bundesminister Alexander Schallenberg. "Nicht nur, weil fast 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher den gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften angehören, sondern auch weil es um grundlegende Beiträge in unserer Gesellschaft und in unserem Land geht." Schallenberg verwies dabei auf die wesentliche Rolle und den Beitrag der Religionen zum Frieden in Österreich, aber auch weltweit.

Der Bundesminister bedankte sich auch für den Beitrag, den die Kirchen und Religionsgemeinschaften – neben ihrem ureigensten religiösen Beitrag und der Sinnstiftung – gerade im Sozial- und Bildungswesen, in zivilgesellschaftlichen Kooperationen, im Ehrenamt und im Einsatz für die Würde des Einzelnen leisten: "Sie sind Vorbildträger in Österreich, im Gespräch miteinander, im Lernen voneinander und im Beitrag zu Gemeinwohl der gesamten Gesellschaft."

Bundesminister Alexander Schallenberg mit Kardinal Christoph Schönborn

Bilder von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.