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Bierlein: Kinderschutz bedeutet Hinschauen, Aufklären, Reden und Zuhören

Kinderschutzzentren "die möwe" feiert 30-jähriges Jubiläum

"Die möwe verschreibt sich der wichtigsten gesamtgesellschaftlichen Aufgabe: dem Schutz unserer Kinder. Ihre Leitmotive lauten Hinschauen, Aufklären, Reden, Zuhören. Das ist bei heiklen Themen wie Gewalt und Missbrauch an Kindern einfach gesagt, aber oft schwer umzusetzen. Die Arbeit der möwe-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter genießt meine höchste Wertschätzung und größten Respekt", sagte Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein beim Festakt anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von die möwe Kinderschutzzentren im Wiener Rathaus.

Die Möwe biete Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen an 6 Standorten in Wien und Niederösterreich Unterstützung und professionelle Hilfe bei körperlichen, seelischen und sexuellen Gewalterfahrungen. "Gewalt, Vernachlässigung und sexuelle Übergriffe sind bedauerlicher Weise nach wie vor oft Tabuthemen, die bei Opfern das Gefühl der Überforderung, Scham und Hilflosigkeit auslösen. Mit der möwe Aufklärungs- und Informationsarbeit schaffen Sie Bewusstsein und geben Mut, nicht wegzusehen, sondern den Schutz von Kindern als unser aller Aufgabe wahrzunehmen", so Bierlein, die daran erinnerte, dass den Rechten von Kindern und Jugendlichen juristisch und moralisch ein hoher Stellenwert zukomme. Ihr Anspruch auf besonderen Schutz vor jeglicher Form von Gewalt und auf die Förderung ihrer Gesundheit und Entwicklung sei nicht ohne Grund auch verfassungsgesetzlich verankert.

Wichtigster Grundsatz sei dabei das Prinzip des Vorranges des Kindeswohls. Dieser leitet das staatliche sowie private Handeln und eröffne einen neuen Blickwinkel – nämlich die Perspektive der Kinder. Unabhängig von ihrer Herkunft haben Kinder grundlegende und gleiche Rechte. "Die Ressorts des Bundes und der Länder, die öffentlichen Kinderschutzeinrichtungen, aber auch die Politik sind aufgerufen, Kinderrechte konsequent wahrzunehmen und zu verteidigen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen und der Zivilgesellschaft ist dabei unverzichtbar", hielt die Bundeskanzlerin fest.

Abschließend dankte Brigitte Bierlein der Präsidentin der möwe, Ingrid Korosek, sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. "Ich freue mich sehr, dass Sie alle in diesem würdigen Rahmen 30 Jahre Möwe feierlich begehen und wünsche Ihnen von Herzen und im Interesse Österreichs, im besonderen unserer Kinder, viele weitere erfolgreiche Jahrzehnte."

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.