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Bundeskanzler Kurz: Österreich für eigene Geschichte verantwortlich

Empfang einer Delegation von Yad Vashem

"Obwohl ich die Gedenkstätte Yad Vashem bereits dreimal besucht habe, ist es jedes Mal erschütternd, mit der Erinnerung an das grauenvolle Schicksal von 6 Millionen Juden konfrontiert zu werden. Als Bundeskanzler muss ich feststellen, dass Österreich eine schwere Last zu tragen hat. Damit meine ich die schrecklichen Verbrechen, die während der Shoah begangen wurden, was ich aus tiefstem Herzen bedaure", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz anlässlich des Empfangs einer Delegation von Yad Vashem im Bundeskanzleramt.

Empfang einer Delegation von Yad Vashem © BKA

Die Österreicherinnen und Österreicher würden jedoch wissen, dass sie für ihre eigene Geschichte verantwortlich seien. "Dass so etwas wie die Shoah nie wieder geschieht, ist unsere Verpflichtung. Wir und die folgenden Generationen werden diese furchtbaren Verbrechen niemals vergessen", ergänzte der Bundeskanzler. Nachdem Bildung der Schlüssel sei, um neue Generationen vor einer Wiederholung von Fehlern der Vergangenheit zu bewahren, "wird Österreich den Aufbau des neuen 'Shoah Heritage Collection Center' mit einer Million Euro unterstützen", so Sebastian Kurz.

Dieses neue Zentrum soll einen wichtigen Beitrag zur fortgesetzten Erforschung des Holocausts leisten und so auch für zukünftige Generationen wirken. Yad Vashem ist auch für viele österreichische Überlebende der Shoah sowie deren Nachkommen ein Ort des individuellen Gedenkens an erlittenes Leid und Unrecht. Dieses Erinnern möchte die Bundesregierung in einer besonderen Weise unterstützen.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.