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Bogner-Strauß: Hass im Netz, Fake News machen Sensibilisierung notwendig

Neuausrichtung der Österreichischen Jugendstrategie – Schwerpunkt Medien und Information

"Jugendpolitik ist nicht nur Politik für Jugendliche, sondern auch Politik mit Jugendlichen. Und es ist eine Querschnittsmaterie, die alle Ressorts betrifft. Die neue Österreichische Jugendstrategie ist daher eine gemeinsame Strategie der gesamten Bundesregierung", erklärte Juliane Bogner-Strauß, Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend.

Die neue Österreichische Jugendstrategie wurde gestern im Ministerrat beschlossen. Damit schafft die Bundesregierung optimale und zeitgemäße Rahmenbedingungen für Österreichs Jugendliche und junge Menschen. Die Strategie werde an die Bedürfnisse der jungen Generation angepasst und fokussiere vor allem auf die Bereiche Medien und Information, so Bogner-Strauß. "Gerade in Zeiten von Cybermobbing, Hass im Netz und Fake News ist es äußerst wichtig und notwendig, Jugendliche zu informieren, zu sensibilisieren und ihre Medienkompetenz zu stärken."

In vielerlei Hinsicht seien junge Menschen Vorreiter im Bereich der Digitalisierung, da sie mit neuen Medien und Technologien aufwachsen. Aber gerade deswegen seien sie auch besonderen Risiken ausgesetzt. "Wir wollen mit der neuen Jugendstrategie die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Eltern sowie von Lehrpersonal und allen in der Jugendarbeit tätigen Personen stärken", sagte die Jugendministerin.

Österreichische Jugendstrategie ist Gemeinschaftsstrategie

Die neue Österreichische Jugendstrategie ist eine Gemeinschaftsstrategie aller Bundesministerien, in der jugendpolitische Ziele definiert und ressortübergreifende Projekte entwickelt werden. Sie umfasst 4 verschiedene Handlungsfelder:

  • Bildung und Beschäftigung: Dadurch sollen junge Menschen ihre Talente bestmöglich entwickeln und ihre Chancen besser nutzen können
  • Beteiligung und Engagement: Junge Menschen sollen mitreden, mitgestalten und mitbestimmen können
  • Lebensqualität und Miteinander: Junge Menschen sollen ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben führen können
  • Medien und Information: Jugendliche sollen besser über die Chancen der Digitalisierung informiert und für die Risiken sensibilisiert werden

Für die Koordination der Österreichischen Jugendstrategie ist das Kompetenzzentrum Jugend des Bundeskanzleramtes zuständig. Wesentliches Kennzeichen der Jugendstrategie ist die aktive Einbindung von jungen Menschen in allen Entwicklungs- und Umsetzungsschritten. "Die Bedürfnisse junger Menschen verändern sich ständig. Daher ist die neue Jugendstrategie ein kontinuierlicher Prozess, der diesen Wandel berücksichtigt und immer wieder aktuelle Erfordernisse aufgreift", betonte Juliane Bogner-Strauß abschließend.