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#at25eu Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

Wirtschaftswachstum

Fahnen

Der österreichische Außenhandel mit den anderen EU-Mitgliedsländern ist durch die EU-Mitgliedschaft langfristig um etwa 46 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu Finnland mit 13 Prozent Handelswachstum und Schweden mit nur 6 Prozent mehr Handel, der direkt auf die EU-Mitgliedschaft zurückzuführen ist, hat die österreichische Außenwirtschaft somit deutlich stärker vom EU-Beitritt profitieren können. Der reale BIP-Wachstumseffekt der EU-Mitgliedschaft ist in Österreich (+0,7 Prozent p.a.) mehr als doppelt so hoch ausgefallen als in Finnland +(0,3 Prozent p.a.) und Schweden (+0,2 Prozent p.a.).

Insgesamt lukrierte Österreich – trotz großer Krisen (Große Rezession 2009 und Eurokrise nach 2010) – dank des EU-Beitritts einen "EU-Bonus" von etwa 0,5 bis 1 Prozent mehr Wirtschaftswachstum pro Jahr. Der EU-Beitritt garantiert aber kein dauerhaftes zusätzliches Wirtschaftswachstum. Da in naher Zukunft keine weiteren Integrationsschritte mehr zu erwarten sind, klingen die Integrationseffekte allmählich aus.

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Außenhandel und Investitionen

Geld in Geldbörse

Im Warenverkehr stiegen die Exporte Österreichs in die anderen 27 EU-Mitgliedstaaten von 33 Milliarden Euro im Jahr 1995 auf 105 Milliarden Euro im Jahr 2018. Sie haben sich also mehr als verdreifacht.

Im Dienstleistungsverkehr wuchsen die Exporte in die anderen 27 EU-Mitgliedstaaten von 14,5 Milliarden Euro im Jahr 1995 auf 48,5 Milliarden Euro im Jahr 2018. Dies kommt einer Steigerung um über 10 Prozent pro Jahr gleich.

1994 betrug der Bestand der passiven Direktinvestitionen noch 13,2 Milliarden Euro. Per Ende 2018 hatten ausländische Unternehmen bereits über 176 Milliarden Euro investiert, was einem durchschnittlichen Zuwachs von 6,8 Milliarden Euro pro Jahr gleichkommt.

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Rückhaftungen und Garantien aus EU-Finanzinstrumenten für österreichische Unternehmen

Euroscheine

Die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) als Förderbank des Bundes nutzt die Finanzinstrumente aus EU-Programmen in Form von Rückhaftungen und stellt aws-Garantien für Bankkredite an österreichische Unternehmen bereit. In dieser Form hat die EU seit 1998 ein aws-Garantievolumen in Höhe von rund 780 Millionen Euro mit Rückhaftungen des Europäischen Investitionsfonds (EIF) mitunterstützt. Davon wurden 230 Millionen Euro unter dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI; "Juncker Plan") vergeben. Damit konnten rund 6.000 österreichischen Unternehmen (insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, KMU) vorteilhafte Kreditfinanzierungen im Ausmaß von etwa 1 Milliarde Euro zugänglich gemacht werden.

Eine Erfolgsgeschichte ist beispielsweise die Unterstützung von TecSense, einem innovativen österreichischen KMU mit Sitz in Grambach (Steiermark), bei Marktreife und Wachstum. Die TecSense GmbH hat sich auf die Entwicklung und Herstellung optochemischer Sensoren für industrielle und wissenschaftliche Anwendungen spezialisiert. In der Gründungsphase profitierte TecSense von EU-Förderungen im Bereich Forschung, Prototyp- und Produktentwicklung. 2016 erhielt das Unternehmen über die aws EIF-Garantien, was zum weiteren Ausbau von TecSense beitrug (Produkterweiterung, Spezialisierung auf die Lebensmittelverpackungsindustrie).

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Digitaler Binnenmarkt

Hände auf PC-Tastatur

Die Strategie für einen digitalen Binnenmarkt soll Europa fit für das digitale Zeitalter machen und verfolgt folgende Ziele:

  1. Besserer Online-Zugang zu Waren und Dienstleistungen in ganz Europa,
  2. Rahmenbedingungen für florierende digitale Netze und Dienste,
  3. Ausschöpfung des Wachstumspotentials der Digitalwirtschaft.

Dazu hat die Europäische Kommission seit Mai 2015 über 30 Legislativvorschläge und politische Initiativen präsentiert. Bis auf wenige Ausnahmen konnten diese Dossiers positiv abgeschlossen werden.

Ein kurzer Auszug über die bislang erreichten Maßnahmen:

  • Abschaffung der Roaming-Gebühren
  • Modernisierung des Datenschutzes
  • Grenzüberschreitende Portabilität (Datenübertragbarkeit) von Online-Inhalten
  • Beendigung von ungerechtfertigtem „Geoblocking“ (die im Internet eingesetzte Technik zur regionalen Sperrung von Internetinhalten durch den Anbieter)
  • Transparenzverpflichtungen für Online-Plattformen
  • Bessere Verfügbarkeit von Daten des öffentlichen Sektors in der EU
  • Einrichtung eines einheitlichen digitalen Zugangstors, welches Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Online-Zugang zu Informationen und Verfahren sowie Hilfs- und Problemlösungsdiensten bietet.

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Beteiligung am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizon 2020"

Gestikulierende Hände

Österreich ist am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation "Horizon 2020" (2014-2020; nationale Federführung beim Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Bereich Innovation beim Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort) sehr erfolgreich beteiligt, wie folgende Indikatoren belegen:

  • Gesamte Fördermittel an österreichische Institutionen bislang: 1,179 Milliarden Euro
  • Anzahl der österreichischen Beteiligungen an "Horizon 2020" (H2020)-Projekten: 2.917
  • Gesamte Fördermittel an den österreichischen Unternehmenssektor bislang: 405 Millionen Euro
  • Anzahl der Beteiligungen österreichischer Unternehmenssektor H2020: 1.090
  • Erfolgsrate Beteiligungen Unternehmenssektor international: 14 Prozent
  • Erfolgsrate Beteiligungen Unternehmenssektor Österreich: 18,1 Prozent
  • Österreich ist international auf Rang 1 bei der Erfolgsrate des Unternehmenssektors und damit "Europameister".

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