Jugendstaatssekretärin Plakolm: Es braucht mehr Realität statt Fake-Fotos in Sozialen Medien

Safer Internet Day – Studienpräsentation von Saferinternet.at zum Thema Schönheitsideale

Anlässlich des Safer Internet Day am 6. Februar präsentierte Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm gemeinsam mit Expertinnen und Experten von Saferinternet.at und von ISPA – Internet Service Providers Austria Studienergebnisse zum Thema Schönheitsideal und deren Auswirkungen auf junge Menschen. "Fake-Fotos mit dem perfekten Zuschnitt, mit verschiedenen Filtern bearbeitet und seit einigen Wochen auch solche, die von Künstlicher Intelligenz geschaffen werden und täuschend echt aussehen, sind überall dort, wo junge Menschen sind. Diese Bilder machen etwas mit ihnen: Sie setzen Kinder und Jugendliche gewaltig unter Druck", betonte die Staatssekretärin bei der Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.

"Die Studie von Saferinternet.at ist klar und aussagekräftig und lässt keinen Platz für Interpretationsmöglichkeiten: 65 Prozent der jungen Menschen sehen einen Zusammenhang zwischen Aufnahmen in Sozialen Medien und ihrem eigenen Schönheitsempfinden. Und 29 Prozent der 11- bis 17-Jährigen haben schon über eine Schönheitsoperation nachgedacht", erläuterte Plakolm einige Punkte der heute präsentierten Ergebnisse und richtete dazu einen klaren Appell an alle: "Es braucht mehr Realität statt Fake-Fotos in den Sozialen Medien, um das Selbstbewusstsein junger Menschen zu stärken. Wir alle sind gefordert, ehrlicher mit dem eigenen Aussehen umzugehen und damit auch das Bild über Schönheit nachhaltig zu verändern."

Am 5. Februar 2024 fand eine Pressekonferenz zur Präsentation der Studie „Schönheitsideale im Internet - Jugendliche unter Druck“ mit Staatssekretärin Claudia Plakolm (2.v.r.), Saferinternet.at-Projektleiter Matthias Jax (l.), ISPA-Generalsekretär Stefan Ebenberger (2.v.l.) und der pädagogischen Leiterin von Saferinternet.at Barbara Buchegger (r.) statt.

Fake-Bilder üben Druck auf Kinder und Jugendliche aus

Claudia Plakolm nahm auch noch spezifisch auf jene im Internet vermehrt zu findenden Bilder Bezug, die von Künstlicher Intelligenz hergestellt werden und Menschen zeigen, die nicht einmal existieren. "Diese vermeintlichen Fotos halte ich für eine Gefahr, wenn sie ohne Kennzeichnung oder Hinweis im Netz stehen. Sie gaukeln dabei eine Realität vor, die es gar nicht gibt", so die Jugendstaatssekretärin. "Diese Fake-Bilder üben großen Druck auf Kinder und Jugendliche aus. Aus diesem Grund werde ich mich für eine EU-weite Kennzeichnungspflicht für Bilder von Fake-Menschen stark machen. Wer so ein KI-generiertes Foto sieht, muss leicht erkennen können, dass es nicht der Realität entspricht", ergänzte Plakolm. Abschließend bedankte sie sich beim Team von Saferinternet.at dafür, dass es ihre Angebote gezielt auf dieses Thema ausrichten und ausweiten werde. "Wir müssen junge Menschen darin bestärken, an sich selbst und das eigene Aussehen zu glauben und selbstbewusst durchs Leben zu gehen."

Die Studie "Schönheitsideale im Internet" wurde vom Institut für Jugendkulturforschung und Kulturvermittlung im Auftrag des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) und der ISPA – Internet Service Providers Austria im Rahmen der EU-Initiative Saferinternet.at durchgeführt. Im Befragungszeitraum (Dezember 2023) nahmen 400 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren teil, repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Bildungshintergrund. Zusätzlich wurden 4 Fokusgruppen-Gespräche mit insgesamt 56 Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren durchgeführt.

Unter www.saferinternet.at gibt es detaillierte Informationen zu allen Aktivitäten von Saferinternet.at.

Bilder von der Pressekonferenz sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.

Weitere Informationen

Website der Initiative Saferinternet.at