Frauenministerin Raab zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft: Mädchenförderung durch Bildung

Raab will bei Mädchen Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wecken und mehr Frauen in die Forschung bringen

Anlässlich des Internationalen Tags der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft setzt sich Frauenministerin Susanne Raab dafür ein, Frauen und Mädchen für naturwissenschaftliche und technische Fächer zu begeistern. Dazu tauschte sie sich dieser Tage unter anderem mit Rektorin Sabine Seidler und Vertreterinnen des Frauennetzwerks FemChem der Fakultät für Technische Chemie an der Technischen Universität Wien aus, das zum Ziel hat, die Situation der Forscherinnen an der Fakultät zu verbessern.

"Mir ist es ein besonderes Anliegen, vor allem bei Mädchen und jungen Frauen das Interesse für MINT-Fächer – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zu wecken. Gerade am Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft will ich daran erinnern, wie wichtig dieses Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern in diesen Zukunftsbranchen ist, denn es trägt auch zur finanziellen Unabhängigkeit von Frauen bei“, betont Raab. Mehr Diversität in Naturwissenschaften und Technik bringe auch einen Mehrwert für die Forschung und Entwicklung und trage dazu bei, dass kreativere Lösungen gefunden werden, so die Ministerin.

Denn auch wenn in den vergangenen Jahren schon einiges gelungen ist, sind Frauen in Österreich in Wissenschaft und Forschung immer noch deutlich unterrepräsentiert. Zwar studieren auch an österreichischen Universitäten und Hochschulen insgesamt bereits mehr Frauen als Männer, jedoch machen weibliche Studierende in den MINT-Fächern je nach Hochschule erst rund ein Viertel bis ein Drittel aller Studierenden aus.

"Um diese Zahl deutlich zu steigern, müssen wir bereits bei den ganz Kleinen ansetzen, damit sie auch in Branchen abseits der ,typischen‘ Berufe hineinschnuppern: Denn auch in Technischen mittleren und höheren Schulen sind nur zwischen 10 und 16 Prozent der Schülerinnen und Schüler Mädchen", so die Frauenministerin. "Mit gezielten Projekten wie dem Girls‘ Day und dem Girls‘ Day Mini möchte ich daher vor allem die Mädchen schon früh dafür begeistern, Neues auszuprobieren und ihr Interesse für die sogenannten MINT-Fächer zu entdecken.“

Auch Mentoringprogramme und Netzwerke für Studentinnen und Wissenschaftlerinnen wie die Initiative FemChem seien wichtige Instrumente, um junge Frauen zu unterstützen und in ihrem Werdegang zu bestärken. "Der Austausch mit erfolgreichen Vorbildern kann entscheidend dazu beitragen, dass klassische Rollenbilder aufgebrochen werden und auch ein gesamtgesellschaftliches Umdenken stattfindet", sagt Susanne Raab. Viele technische Universitäten und Hochschulen seien bereits auf dem richtigen Weg, in vielen Disziplinen steige der Frauenanteil stetig an. "Aber wir müssen hier weiter dranbleiben, denn wir können es uns schlichtweg nicht leisten, auf das Potenzial von mehr als 50 Prozent der Bevölkerung zu verzichten. Denn Mädchen und Technik schließen einander keineswegs aus. Ganz im Gegenteil: Die Technik wird von mehr Frauen profitieren", sagt die Frauenministerin abschließend.

Ein Foto des Austauschs ist über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.