Susanne Raab zum Equal Pay Day: "Es braucht einen Maßnahmenmix zur Frauenförderung"

Frauenministerin setzt auf Qualifizierung, mehr Frauen im MINT-Bereich und in Führungspositionen

Der morgige Equal Pay Day macht darauf aufmerksam, dass Frauen in Österreich noch immer um 19,3 Prozent weniger verdienen als Männer – dieser Gehaltsunterschied ist eine große Herausforderung in der Arbeitswelt. "In Österreich haben wir zwar bereits viel erreicht, wenn es um die Gleichstellung von Frauen und Männern geht. Aber es bedarf noch weiterer Schritte, um die Einkommenssituation von Frauen nachhaltig zu verbessern", betont Frauenministerin Susanne Raab.

Gehaltsunterschiede nachhaltig bekämpfen

Um die Einkommensunterschiede zu beseitigen, brauche es laut Frauenministerin Raab neben einem Ausbau der bedarfsgerechten Kinderbetreuung unter anderem auch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen, ein Umdenken bei der Berufswahl und mehr Frauen in Führungspositionen. "Das geht nicht von heute auf morgen. Aber mit gezielten Projekten möchte ich Mädchen dazu bringen, etwas Neues auszuprobieren und ihr Interesse für die sogenannten MINT-Fächer – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu entdecken", betont Ministerin Raab. Zwar verfügen Frauen bereits häufiger über einen Hochschul- oder Akademieabschluss als Männer, aber sie wählen immer noch deutlich seltener Studienrichtungen wie Montanwissenschaften oder Technik. Auch in den technisch-gewerblichen Schulen liegt der Burschenanteil deutlich höher als etwa in den allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS).

Noch deutlicher ist der geschlechtsspezifische Unterschied bei der Wahl der Lehrberufe. "Die 3 häufigsten Lehrberufe bei Mädchen sind nach wie vor Einzelhandels- oder Bürokauffrau und Friseurin. Burschen entscheiden sich am häufigsten für technische Lehrberufe in den Bereichen Metall- oder Elektrotechnik sowie KFZ-Technik", so Raab. "Daher setzen wir mit dem Girls' Day bereits bei Mädchen ab dem Kindergartenalter an, um ihr Interesse für technische und wissenschaftliche Berufe zu wecken. Darüber hinaus unterstützt das Bundeskanzleramt etwa die Internetplattform 'Meine Technik'. Dort sind für Mädchen unter anderem Informationen zu technischen Ausbildungen und Berufen abrufbar."

Als dritte Säule definiert die Frauenministerin das Ziel, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. "Frauen sollen selbstständig ihr Lebensmodell wählen können, egal ob sie sich für die Karriere oder für ihre Familie entscheiden oder dafür, beides unter einen Hut zu bringen. Aber wenn sich Frauen für ihre Karriere entscheiden, dann sollen sie alle Möglichkeiten haben, auch Führungspositionen einzunehmen. Hier setzen wir als Bundesregierung positive Anreize für Unternehmen, die aktiv Frauenförderung betreiben, zum Beispiel mit dem Gütesiegel 'equalitA'", sagt Frauenministerin Raab.

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