Bundeskanzler Kurz: Gemeinsam Österreich wieder zu alter Stärke zurückführen

Erklärung im Nationalrat – Vorstellung des neuen Arbeitsministers Martin Kocher

"Seit knapp einem Jahr sind wir durch eine der schwersten Pandemien nicht nur in der Gesundheitskrise gefordert. Diese Pandemie hat auch eine Weltwirtschaftskrise ausgelöst, die um Österreich keinen Bogen macht und uns im Bereich Wirtschaft und Beschäftigung massiv fordert. Ich freue mich, Martin Kocher als neuen Arbeitsminister vorzustellen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einer Erklärung im Nationalrat zur Vorstellung des neuen Arbeitsministers Martin Kocher.

Die Weltwirtschaftskrise zeige sich auch anhand der Zahlen in Österreich sehr deutlich. "Wir hatten im Jahr 2020 einen Wirtschaftseinbruch von 7,5 Prozent zu verzeichnen. Dadurch erleben wir eine sehr herausfordernde wirtschaftliche Situation. Wir haben 2020 versucht, die Auswirkungen dieser Krise bestmöglich abzufedern. In Summe haben wir über 30 Milliarden Euro zugesagt, um Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen", betonte der Regierungschef. Am Höhepunkt der Krise seien über eine Million Menschen in Kurzarbeit gewesen. Durch die Kurzarbeit sei es gelungen, viele Jobs zu retten, die sonst vernichtet worden wären.

"Ich möchte mich an dieser Stelle beim gesamten Regierungsteam, insbesondere aber bei Christine Aschbacher für ihre Arbeit und ihren Einsatz im letzten Jahr, bedanken", so Sebastian Kurz. Es sei wichtig gewesen, eine rasche und gute Personalentscheidung zu treffen. Gerade in Zeiten wie diesen sei es wichtig, dass in allen Bereich der Bundesregierung auf Hochtouren gearbeitet werde. "Ich bin froh, dass Susanne Raab die Agenden für Familie und Jugend zusätzlich zu ihrem Aufgabenbereich übernimmt. Zudem möchte ich mich bei Martin Kocher bedanken, dass er bereit war, im Regierungsteam einzusteigen und die Aufgaben für Arbeit und Arbeitsmarkt zu übernehmen", zeigte sich der Bundeskanzler erfreut.

Dieser Bereich sei ein herausfordernder, jetzt in der akuten Krisenphase, wird aber auch danach herausfordernd bleiben. "Die wesentliche Aufgabe, neben der Krisenbewältigung, in den nächsten Monaten und Jahren wird es sein, Österreich im Bereich Arbeit und Wirtschaft wieder zu alter Stärke zurückzuführen", so Sebastian Kurz. "Martin Kocher ist ein international anerkannter Experte mit einer beeindruckenden Laufbahn. Er ist uns zuletzt als Direktor des IHS immer wieder beratend zur Seite gestanden." Der Kanzler bedankte sich beim neuen Arbeitsminister für die gute Begleitung im vergangenen Jahr und die Bereitschaft, die Aufgaben des Arbeitsressorts zu übernehmen. "Das ist keine Selbstverständlichkeit. Herzlich willkommen im Team, ich freue mich auf die Zusammenarbeit", so Bundeskanzler Kurz.

Die Herausforderungen im Bereich Wirtschaft, Finanzen und Arbeit seien groß. "Wir befinden uns nach wie vor in der akuten Krisenphase mit einer Arbeitslosigkeit von über 530.000 Menschen und rund 400.000 Menschen in Kurzarbeit. Es ist daher die wesentliche Aufgabe, die Auswirkungen der Krise bestmöglich abzufedern, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern." In weiterer Folge sei der Kampf um den Weg zurück durch die Entstehung von Arbeitsplätzen, die Vermittlung von Menschen in Beschäftigung sowie die Chancen der Digitalisierung zentral.

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.