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Kanzleramtsministerin Edtstadler: Margarete Hoffer riskierte ihr Leben, um verfolgte Jüdinnen und Juden zu retten

Posthume Ehrung der Theologin als "Gerechte unter den Völkern"

"Margarete Hoffer hält uns nach wie vor einen Spiegel vor. Sie hat Verantwortung übernommen und ihr Leben riskiert, um verfolgte Jüdinnen und Juden zu retten", betonte Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler in ihrer Ansprache anlässlich der Zeremonie der Israelischen Botschaft in der Grazer Synagoge. Sie nahm dabei auch auf die zuletzt erfolgten Angriffe auf den Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Graz Bezug, die ein Tiefpunkt des Antisemitismus in Österreich gewesen seien. "Unsere Verantwortung ist es, für die Sicherheit der Jüdinnen und Juden in Österreich zu sorgen und das jüdische Leben sichtbar zu machen und zu fördern. Der rund 30 Maßnahmen aus den Bereichen Bildung, Forschung, Sicherheit und Justiz umfassende Nationale Aktionsplan gegen Antisemitismus wird noch im Herbst vorgelegt", erläuterte Edtstadler.

Die Auszeichnung von Margarete Hoffer (1906 bis 1991) als "Gerechte unter den Völkern" wurde im Jahr 2012 seitens der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem beschlossen. In der NS-Diktatur riskierte die Theologin ihr Leben, um jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Baden-Württemberg zu retten. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Graz, wohin sie gegen Ende ihres Lebens zurückkehrte. Die Verleihung an die Nichten und Neffen von Margarete Hoffer erfolgte durch den Botschafter des Staates Israel, Mordechai Rodgold. Er sprach davon, dass uns die Heldinnen und Helden von damals ein Vorbild sein sollten. Rund 110 Österreicherinnen und Österreicher wurden bisher mit dem Ehrentitel ausgezeichnet.

Bilder aus Graz sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.