Familienministerin Bauer: Elementare Bildung wesentlich für Wahlfreiheit und gelungene Integration

Präsentation des Monitoringberichts zur elementaren Bildung 2025 / 26

Familienministerin Claudia Bauer präsentierte gemeinsam mit der Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk, den Monitoringbericht zur elementaren Bildung 2025 / 26, der im Auftrag der Bundesministerin für Europa, Integration und Familie im Bundeskanzleramt erstellt worden war. So wurden 2025 / 26 rund 36 Prozent der bis 2-jährigen Kinder und fast 95 Prozent der 3- bis 5-Jährigen in Österreich in elementaren Bildungseinrichtungen betreut. Knapp 60 Prozent der betreuten Kinder besuchten Einrichtungen, die Eltern eine Vollzeiterwerbstätigkeit ermöglichen. Dabei zeigen die aktuellen Daten, dass im Bundesländervergleich deutliche Unterschiede erkennbar sind.

"Seit Beginn der Kostenbeteiligung des Bundes im Jahr 2008 hat sich die Besuchsquote der Kinder in allen Altersgruppen wesentlich erhöht. So hat sich etwa die Besuchsquote bei den unter 3-Jährigen von 13,9 Prozent auf 37,6 Prozent fast verdreifacht. Mir ist vollkommen bewusst, dass wir weiterhin am Ausbau der Kinderbetreuung arbeiten müssen, dass es in manchen Regionen weiterhin zu wenige Plätze gibt und dass insbesondere die Öffnungszeiten nicht ausreichen. Daher arbeiten wir gemeinsam mit den Bundesländern und den Gemeinden mit Hochdruck am Ausbau der Kinderbetreuung", hielt Familienministerin Bauer in ihrem Eingangsstatement fest. Kinderbetreuung sei eine gesamtstaatliche Aufgabe. Der Bund könne hier unterstützen, investieren und auch notwendige Schwerpunkte setzen. Aus diesem Grund sei es ein wichtiges Signal, dass mit dem neuen Budget ein Schwerpunkt auf Kinderbetreuung gelegt werde und in den kommenden beiden Jahren zusätzlich jeweils 300 Millionen Euro zur Verfügung stünden.

"Dieses Geld soll dort ankommen, wo es gebraucht wird: bei mehr Plätzen, bei besseren Öffnungszeiten, bei weniger Schließtagen."
Familienministerin Claudia Bauer

Echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung ermöglichen

Gleichzeitig sei es ihr ein Anliegen, dass die Entscheidung weiterhin bei den Eltern liege, wie sie Kinderbetreuung handhaben. Das sei nicht Aufgabe des Staates. Niemand müsse sich dafür rechtfertigen, schnell wieder Vollzeit arbeiten oder andererseits länger bei den Kindern zuhause bleiben zu wollen. "Auch das verdient Respekt und Anerkennung. Diese Arbeit ist wertvoll und leistet einen enormen Beitrag für unsere Gesellschaft. Deshalb halte ich es auch für absolut richtig, dass die ersten vier Jahre der Kindererziehung auf die Pension angerechnet werden", betonte Bauer. Für jene, die arbeiten wollen, brauche es verlässliche Kinderbetreuung. "Eltern sollen echte Wahlfreiheit haben. Und echte Wahlfreiheit gibt es eben nur dann, wenn beides möglich ist, nämlich Betreuung zu Hause und gute und verlässliche Betreuungseinrichtungen", so die Familienministerin.

Elementarpädagogik: Deutsch als Schlüssel für gelungene Integration der nächsten Generation

Eine wesentliche Herausforderung für die Betreuungseinrichtungen stelle der Anteil der Kinder dar, die Deutsch nicht als Muttersprache hätten. Dieser liege bei einem Drittel, in Wien sogar bei zwei Drittel. "Das alles wäre kein Problem, wenn die Kinder neben ihrer Muttersprache auch ordentlich Deutsch sprechen lernen", so Bauer, die sich bei den Pädagoginnen und Pädagogen für die Geduld und Empathie bedankte und an die Eltern appellierte, selbst Deutsch zu lernen. "Es ist die Arbeit mit unserer Zukunft, mit der nächsten Generation, die hier im Vordergrund steht. Wir brauchen hier die Mütter, die diesen Teufelskreis durchbrechen, dass die Kinder auch in der zweiten und dritten Generation in Österreich nicht ordentlich Deutsch können, weil niemand da ist, der es mit ihnen übt. Wir müssen den Müttern durch das Integrationspflichtengesetz die Chance geben, selbst Deutsch zu lernen, aus ihren Strukturen herauszukommen und damit in Österreich inmitten unserer Gesellschaft anzukommen", so Bauer, die abschließend hervorhob, dass elementare Bildungseinrichtungen nicht nur für echte Wahlfreiheit hinsichtlich der Kinderbetreuung stünden, sondern auch für ein leichteres Gelingen der Integration.

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.

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