Neuer Kurs an der Verwaltungsakademie des Bundes stärkt Verwaltung im Kampf gegen Antisemitismus
Die Verwaltungsakademie des Bundes bietet am 14. und 15. September 2026 erstmals den Kurs "Antisemitismusbekämpfung auf nationaler und internationaler Ebene" an. Das Seminar richtet sich unter anderem an Führungskräfte und Bedienstete der Bundesverwaltung sowie ausgegliederter Organisationen.
Im Mittelpunkt stehen die politischen und rechtlichen Grundlagen der Antisemitismusbekämpfung auf österreichischer, europäischer und internationaler Ebene. Anhand konkreter Fallbeispiele werden historische und aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus behandelt. Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das notwendige Wissen zu vermitteln, um Antisemitismus im beruflichen Alltag zu erkennen, einzuordnen und angemessen darauf reagieren zu können.
"Wer für den Staat arbeitet, trägt besondere Verantwortung. Dazu gehört auch, Antisemitismus zu erkennen, ihn richtig einzuordnen und angemessen darauf reagieren zu können. Mit dem neuen Lehrgang verankern wir dieses Wissen dauerhaft in der Bundesverwaltung und setzen einen weiteren konkreten Schritt der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus 2.0 um. Der Kampf gegen Antisemitismus darf nicht erst beginnen, wenn aus Worten Taten geworden sind – er beginnt mit Wissen, Aufmerksamkeit und der Fähigkeit zu handeln."
Staatssekretär Alexander Pröll
Mit dem neuen Kurs wird zugleich Maßnahme 12 der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus 2.0 umgesetzt. Diese sieht die gezielte Sensibilisierung und kontinuierliche Schulung von Bundesbediensteten im Rahmen der Verwaltungsakademie des Bundes vor. Das Seminar wird künftig jährlich angeboten und damit dauerhaft im Weiterbildungsangebot der Bundesverwaltung verankert.