Familienministerin Bauer: Elternberatung wird ab 1. Oktober fixer Bestandteil des Untersuchungsprogramms des Eltern-Kind-Passes

Begleitstudie bestätigt hohe Akzeptanz und positiven Nutzen

Foto: Bundesministerin Claudia Bauer bei einer Studienpräsentation. Im Bild mit ÖIF-Forschungskoordinator Olaf Kapella und der Geschäftsführerin der St. Elisabeth-Stiftung Nicole Meissner.

Familienministerin Claudia Bauer präsentierte mit Forschungskoordinator Dr. Olaf Kapella vom Österreichischen Institut für Familienforschung (ÖIF) und Nicole Meissner, Geschäftsführerin der St. Elisabeth-Stiftung, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie zur Elternberatung im Rahmen des Eltern-Kind-Passes.

Der Pilotversuch zur Elternberatung lief von 2023 bis 2025. Begleitend wurde wissenschaftlich untersucht, wie die Elternberatung im Vollbetrieb bestmöglich ausgestaltet werden kann.

"Die wissenschaftliche Begleitung zeigt klar: Die Elternberatung wird von werdenden Eltern sehr gut angenommen und als hilfreiche Unterstützung erlebt. Deshalb geht sie mit dem neuen Untersuchungsprogramm des Eltern-Kind-Passes ab 1. Oktober in den Normalbetrieb über und steht künftig allen werdenden Eltern offen."
Familienministerin Claudia Bauer

Mit der fixen Einführung der Elternberatung wird das Untersuchungsprogramm des Eltern-Kind-Passes erstmals seit mehr als 10 Jahren erweitert. Gleichzeitig wird ab 1. Oktober auch eine zweite kostenlose Hebammenberatung in den Eltern-Kind-Pass aufgenommen.

"1974 hat die Geschichte des damaligen Mutter-Kind-Passes mit 4 Schwangerschaftsuntersuchungen und einer Untersuchung des Neugeborenen begonnen. Heute stehen Familien eine breite Palette an medizinischen Leistungen vor und nach der Geburt zur Verfügung, Partner sind selbstverständlich eingebunden. Gleichzeitig sorgen Internet, soziale Medien und unzählige Ratgeber für eine enorme Informationsflut. Gerade deshalb halte ich es für extrem wichtig, dass wir die Elternberatung als fixen Bestandteil des Eltern-Kind-Passes etablieren."
Familienministerin Claudia Bauer

Die Beratung findet österreichweit in rund 400 Familienberatungsstellen statt.

"Die Beraterinnen und Berater in unseren Familienberatungsstellen sind Lotsen, auf die sich werdende Eltern verlassen können. Familie zu haben ist etwas Schönes. Familie zu werden bringt aber oft einen ganzen Berg an Fragen mit sich. Genau diese Fragen wollen wir mit der Elternberatung beantworten."
Familienministerin Claudia Bauer

Zentrale Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie

  • Eltern zeigen eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit der Elternberatung als neuem Beratungsangebot.
  • Eltern erleben die Beratung als passgenau, hilfreich und stärkend, insbesondere im Übergang zur Elternschaft. Kurz- bzw. mittelfristige Effekte zeigen sich bei Eltern in Bezug auf deren Entscheidungsfähigkeit sowie deren Selbstwirksamkeit.
  • Inhaltlich stehen Fragen zur Karenz, Kinderbetreuungsgeld sowie arbeits- und sozialrechtliche Themen im Vordergrund.
  • Psychosoziale Themen – etwa Rollenverteilung, Überlastung oder die Herausforderungen des Familienalltags – werden von Eltern seltener als Beratungsanlass genannt, von Beraterinnen und Beratern jedoch als zentraler Bestandteil des präventiven Auftrages verstanden.
  • Elternberatung leistet einen Beitrag zu Informationsvermittlung in Bezug auf arbeits- und sozialrechtliche Informationen, zu einer frühzeitigen Sensibilisierung für psychosoziale Belastungen und dient als "Türöffner" für weiterführende Unterstützungs- bzw. Informationsangebote.
  • "Zu wenig Zeit für zu viele Themen" – Ausweitung auf maximal 3 Gesprächstermine im Pilotprojekt erwies sich als förderlich zur Zielerreichung.

Weiterführende Informationen

Bilder von der Studienpräsentation sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.