Bundeskanzler Stocker: Ukraine in stärkere Position bei Verhandlungen bringen
"Koalition der Willigen" in Paris – "Sicherheitsgarantien sind ein wesentlicher Teil eines dauerhaften Friedens"
Bei einem Treffen von Staats- und Regierungschefs im Rahmen der Koalition der Willigen in Paris hob Bundeskanzler Christian Stocker hervor, dass die Ukraine für mögliche Verhandlungen mit Russland in eine Position der Stärke kommen müsse. Der österreichische Regierungschef hielt im Zuge der Beratungen fest, "dass Bewegung in die Sache kommt und dass das Momentum bei der Ukraine vielleicht dazu genutzt werden kann, dass wir zu einer Friedenslösung kommen".
"Es geht über Symbolik hinaus, wenn sich 19 Staats- und Regierungschefs treffen, um die Unterstützung für die Ukraine nicht nur zu zeigen, sondern sich darüber zu unterhalten, in welcher Weise man einen Beitrag leisten kann, damit der Druck auf Russland bestehen bleibt und die Ukraine bei allfälligen Verhandlungen in eine stärkere Position kommt. Österreich nimmt in der Koalition der Willigen aufgrund seiner verfassungsrechtlichen Bestimmungen und der Neutralität einen Beobachterstatus ein", so Stocker. Man leiste gerne einen Beitrag dazu, um einen Waffenstillstand zu erreichen, weil es darum gehe, das Sterben zu beenden.
"Sicherheitsgarantien sind ein wesentlicher Teil eines dauerhaften und echten Friedens. Wir werden sehen, wie weit man in den Verhandlungen kommt", erläuterte der Bundeskanzler. "Wir nehmen dann an internationalen Missionen teil, wenn es beispielsweise ein Mandat der Vereinten Nationen gibt", sagte Stocker abschließend.
Bilder aus Paris sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.