Bundeskanzler Stocker: Trendwende bei Inflation geschafft
Jänner-Inflation laut Schnellschätzung auf 2,0 Prozent gesunken
Bei einem Pressestatement im Bundeskanzleramt zeigte sich Bundeskanzler Christian Stocker erfreut darüber, dass die gesetzten Maßnahmen der Regierung ihre Wirkung entfalten:
"Die aktuelle Schnellschätzung der Inflation ergibt im Jänner eine Teuerungsrate von 2 Prozent. Nach Jahren hoher Inflation, die den Alltag der Menschen und die wirtschaftliche Stabilität unseres Landes spürbar belastet haben, erleben wir heute eine echte Trendumkehr. Mit einer Differenz von 1,8 Prozentpunkten liegt die Inflation also ganz deutlich unter dem Wert von 3,8 Prozent im Vormonat Dezember und hat sich damit fast halbiert. Das zeigt klar: Die Teuerung verliert nicht nur an Dynamik, sie ist wieder in einem Bereich angekommen, der Verlässlichkeit schafft und den Menschen im Alltag spürbare Entlastung bringt."
Dass das Inflationsziel von 2 Prozent nun erstmals im Jänner erreicht wurde – rascher, als viele erwartet haben – sei kein Zufall, "sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen, treffsicherer Entlastungsmaßnahmen – vor allem im Energiebereich – und konsequenter Arbeit", so Stocker. Diese Entwicklung stärke die Kaufkraft und gebe den Menschen finanziellen Spielraum zurück. Sie schaffe gleichzeitig die Grundlage dafür, dass Investitionen erneut anziehen und die heimische Wirtschaft wieder nachhaltig wachsen könne.
"Das ist die Wende, die wir brauchen, damit sich der Aufschwung in Österreich weiter verfestigt."
Maßnahmen im Energiebereich führen zu deutlicher Reduktion der Inflationsrate
Neben statistischen Wirkungen wie dem Energie-Basiseffekt sorgen vor allem die Maßnahmen der Bundesregierung im Energiebereich für eine deutliche Reduktion der Inflationsrate. Noch schlagen sich nicht alle gesetzten Maßnahmen auf die Jänner-Inflation nieder – einige Maßnahmen, wie die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel oder der Sozialtarif für günstigeren Strom treten im Laufe des Jahres in Kraft.
Maßnahmen der Bundesregierung mit Auswirkung auf die Jänner-Inflation
- Senkung der Elektrizitätsabgabe: für Haushalte auf das EU-Minimum von 0,1 Cent/kWh, für Unternehmen um knapp die Hälfte auf 0,82 Cent/kWh
- Senkung der Ökostromabgabe um mindestens 14 Prozent
- Leistbare Preise werden zum Unternehmensziel: Energieversorger in öffentlicher Hand müssen in Zukunft ausdrücklich auf leistbare Preise achten
- Bremsen der Netzkostensteigerungen: Netzkosten steigen 2026 im Durchschnitt nur um 1,1 Prozent (im Vorjahr über + 20 Prozent)
Bereits beschlossene Maßnahmen der Bundesregierung, die noch dieses Jahr ihre Wirkung entfalten
- Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ab 1. Juli von 10 auf 4,9 Prozent
- Sozialtarif: günstiger Stromtarif für Haushalte mit geringem Einkommen (6 Cent/kWh bis 2.900 kWh)
- mehr Wettbewerb am Strommarkt
- Preis-Runter-Garantie: Wenn Energieversorger ihren Strom günstiger einkaufen, müssen auch die Kunden davon profitieren – und nicht mehr nur der Energieversorger. Damit sinken die Preise nach 6 Monaten automatisch, sobald der Einkaufspreis für Stromversorger fällt.