Bundeskanzler Stocker beim Weltwirtschaftsforum in Davos: "Dialog ist wichtiger denn je"
Österreichische Industriestrategie im Zentrum bilateraler Gespräche des Kanzlers
"Gerade in geopolitisch herausfordernden Zeiten ist der Dialog wichtiger denn je. Formate wie das Weltwirtschaftsforum schaffen Räume, in denen Austausch möglich bleibt und zwar direkt, offen und im persönlichen Gespräch", sagte Bundeskanzler Christian Stocker, der das Weltwirtschaftsforum in Davos für zahlreiche wirtschaftspolitische Arbeitstreffen nutzte. Ein zentraler Schwerpunkt seiner Gespräche sei dabei die Umsetzung der neu beschlossenen österreichischen Industriestrategie gewesen.
Das Weltwirtschaftsforum tagt von 19. bis 23. Jänner im schweizerischen Davos und bringt fast 3.000 Führungspersönlichkeiten aus über 130 Ländern zusammen, darunter auch zahlreiche Staats- und Regierungschefs. Der österreichische Bundeskanzler nahm am Dienstag und Mittwoch an den Beratungen teil und tauschte sich bilateral mit Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft aus. So traf er unter anderem mit dem Premierminister der Region Kurdistan-Irak, Masrour Barzani, dem Präsidenten Panamas, José Raúl Mulino, dem jordanischen Kronprinzen Hussein bin Abdullah und dem Präsidenten Singapurs, Tharman Shanmugaratnam, zusammen. Es seien dabei aktuelle Fragen diskutiert worden, wie die Zusammenarbeit im Bereich Migration im Gespräch mit Masrour Barzani oder neue Projekte und Möglichkeiten in der wirtschaftlichen Kooperation im Austausch mit José Raúl Mulino und der Bereich der Weiterentwicklung von Spitzentechnologie mit dem Präsidenten Singapurs.
Konkrete Partnerschaften für industriepolitische Schwerpunkte knüpfen
"Ich habe in Davos viele intensive Gespräche geführt, mit internationalen Partnern aus Wirtschaft und Politik", bilanzierte der österreichische Bundeskanzler im Anschluss an seine Beratungen. "Im Zentrum stand für mich ganz klar unsere Industriestrategie Österreich 2035. Sie gibt erstmals eine klare Richtung vor, wie wir unseren Produktionsstandort stärken, unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern und Österreich widerstandsfähiger für die Zukunft machen. Genau dafür ist das Weltwirtschaftsforum ein zentraler Ort: Hier bringen wir unsere industriepolitischen Schwerpunkte international ein und machen sie durch konkrete Partnerschaften wirksam", hob Stocker hervor. "Gerade in einer Zeit geopolitischer Umbrüche zeigt sich: Wirtschaftliche Zusammenarbeit schafft Vertrauen und Stabilität und Foren wie das Weltwirtschaftsforum ermöglichen einen offenen, direkten Dialog. Ich nehme aus Davos viele konkrete Impulse mit, um unsere Industriestrategie 2035 weiter voranzubringen und Österreichs Zukunft als starker, innovativer Wirtschaftsstandort zu sichern."
Österreich ist solidarisch mit Grönland und Dänemark
Der österreichische Regierungschef nahm im Rahmen eines Interviews in Davos auch zu aktuellen Entwicklungen bezüglich Grönland Stellung. Er betonte dabei neuerlich, dass Österreich solidarisch hinter Grönland und Dänemark stehe. Die Souveränität und Selbstbestimmung Grönlands müsse "unumstößlich" sein.
Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.