Bundeskanzler Kurz: Investitionen in Forschung und Entwicklung sind ein weiterer Schritt zur Stärkung unseres Standorts

Präsentation des neuen Instituts für Präzisionsmedizin in Wien

"Österreich ist mit einem der besten Gesundheitssystem der Welt gesegnet und wir haben alle im letzten Jahr gesehen, wie wichtig ein gut aufgestelltes Gesundheitswesen und vor allem auch die Medizinforschung ist. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es innerhalb kürzester Zeit gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln, der uns die Möglichkeit gibt, nicht nur unzählige Leben zu retten, sondern auch unser altes Leben wieder zurückzuerobern. Es war ein schneller und unglaublicher Erfolg der Wissenschaft über eine Jahrhundertpandemie", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Wissenschaftsminister Heinz Faßmann und dem Rektor der Medizinischen Universität Wien, Markus Müller, in der Aula der Wissenschaften anlässlich der Präsentation des neuen Instituts für Präzisionsmedizin. Investitionen in Forschung seien ein wichtiger Bestandteil des Comebackplans der Bundesregierung.

Neben der Forschung an neuen Medikamenten und Impfstoffen sei die Entwicklung von neuen Methoden der Diagnostik, der Therapie und der Prävention entscheidend. Mit dem Comebackplan für Österreich habe sich die Bundesregierung nicht nur vorgenommen, wirtschaftlich stärker zurückzukehren, sondern als Land widerstandsfähiger und resilienter zu werden. Österreich verfüge über einen sehr gut aufgestellten Life-Science-Sektor mit Einrichtungen von höchster internationaler Qualität. Dieser Umstand sei zum einen die Grundlage für das ausgezeichnete Gesundheitssystem, zum anderen ein Jobmotor der Zukunft, da man davon überzeugt sei, dass dieser Bereich wachsen werde. Daher wolle man ganz bewusst diesen Bereich stärken und weiter forcieren.

"Das Konzept der Präzisionsmedizin bewirkt einen Paradigmenwechsel. Denn jeder Körper ist individuell und natürlich ist der optimale Ansatz einer Therapie und Prävention auch ein individueller. Ich freue mich daher sehr, dass wir heute gemeinsam diesen Schritt bekanntgeben dürfen und bin überzeugt davon, dass diese Investition nicht nur den Wissenschaftsstandort Österreich stärkt, sondern auch einen unmittelbaren Nutzen für die Patientinnen und Patienten und uns alle bringen wird, denn: Durch jede Investition in einen Bereich, wo Arbeitsplätze geschaffen werden können, profitiert natürlich auch der Standort. Wir machen daher einen weiteren Schritt in Richtung Stärkung unseres Standorts, aber auch in Richtung mehr Widerstandsfähigkeit und Resilienz für unser Land", so der Bundeskanzler.

Faßmann: Präzisionsmedizin bietet maßgeschneiderte Therapien

Wissenschaftsminister Heinz Faßmann zeigte sich über das neue Institut für Präzisionsmedizin erfreut: "Die Bundesregierung bekennt sich geschlossen zu Forschung als Garant zum Wohlstand von morgen, als Instrument der Risikoabwehr und zur Sicherstellung der Gesundheit der Menschen. Für das Institut für Präzisionsmedizin sind bis 2026 rund 75 Millionen Euro vorgesehen." Auch die Europäische Kommission habe dieses Projekt gutgeheißen. Es werde dazu ein Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von rund 15.000 auf dem Campus der Medizinischen Universität Wien errichtet. Der Fokus des neuen Zentrums liegt insbesondere auf biomedizinischer Forschung, klinischen Studien, Genom-Technologie, Bioinformatik und IT.

"Die Präzisionsmedizin ermöglicht eine optimale Therapie, maßgeschneidert auf die jeweiligen Patientinnen und Patienten. Nicht mehr der Durchschnittsmensch steht im Mittelpunkt, sondern der genetisch vermessene Mensch. Höchst individuell werden dann Therapien zugeschnitten. Dadurch werden Behandlungen zielgerichteter und wirksamer", so Faßmann abschließend.

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