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Frauenministerin Raab: Zusammenarbeit als Basis für Kampf gegen Gewalt an Frauen und Kindern

Gemeinsamer Gewaltschutzgipfel mit Innenministerium im Bundeskanzleramt

"Der Gewaltschutzgipfel ist besonders wichtig, damit Polizei, Zivilgesellschaft, die Frauenorganisationen und Opferschutzeinrichtungen bestmöglich zusammenarbeiten. Denn das ist die Basis für einen gelungenen Kampf gegen Gewalt an Frauen und Kindern", betonte Frauenministerin Susanne Raab vor Beginn des von Bundeskanzleramt und Bundesministerium für Inneres organisierten Gewaltschutzgipfels, der im Vorfeld der von 25. November bis 10. Dezember stattfindenden Aktion "16 Tage gegen Gewalt" abgehalten wird. Sie freute sich über das internationale Interesse und über die Mitwirkung von unter anderem UNO-Sonderberichterstatterin Dubravka Simonovic und der EU-Kommissarin für Gleichstellung, Helena Dalli. "Die Polizei ist hier ein Kern-Player im Kampf gegen Gewalt innerhalb der eigenen 4 Wände. Diese Zusammenarbeit ist besonders zielführend", so Raab, die Innenminister Karl Nehammer für die gute Kooperation dankte.

"Jede Frau soll sich sicher sein können, dass sie einen Zufluchtsort hat. Alle sollen wissen, dass es einen Weg aus der Gewaltspirale gibt", erläuterte die Bundesministerin. Man habe bereits im letzten Jahr die Mittel für alle Frauen- und Mädchenberatungsstellen um 12 Prozent aufgestockt und 3,25 Millionen Euro zusätzlich in Gewaltschutzprojekte investiert. "Wir finanzieren in jedem Bundesland ein Gewaltschutzzentrum. Dort gibt es auch fallzahlenabhängige Kontingente. Ich freue mich sehr, dass wir innerhalb von 2 Jahren das Frauenbudget um 43 Prozent erhöhen konnten, wobei ein Großteil davon dem Gewaltschutz und der Prävention zur Verfügung steht", sagte Susanne Raab.

Nehammer: "Jedes Opfer von Gewalt ist eines zu viel"

Innenminister Karl Nehammer hielt in seinem Statement fest: "Gewalt hat weder im öffentlichen noch im privaten Raum einen Platz. Gerade in Zeiten einer Pandemie ist es wichtig, dort hinzuschauen, wo man hinschauen muss." Die zentrale Botschaft des Gipfels sei: "Wenn sich Opfer bedroht fühlen, wenn Frauen Angst haben, dann gibt es mit 133 eine Telefonnummer, die zu wählen ist", so der Innenminister. "Polizistinnen und Polizisten sind geschult, zu helfen."

Der Gewaltschutzgipfel habe das Ziel zu vernetzen und festzustellen, in welchen Bereichen man noch besser werden könne und müsse. "Jedes Opfer von Gewalt ist eines zu viel. Es kommt darauf an, dass man alles tut, um so gut wie möglich gegen Gewalt vorzugehen", betonte Nehammer. Die große Herausforderung für die Polizei sei, dass diese nur dann einschreiten kann, wenn sie gerufen wird. Es brauche das Bewusstsein der Bevölkerung, wenn man Gewalt etwa als Nachbar mitbekomme, zu helfen und die Polizei zu rufen. Der Innenminister dankte der Frauenministerin abschließend für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Bilder von den Pressestatements sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.