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Europaministerin Karoline Edtstadler auf virtueller Westbalkan-Reise

Edtstadler: 3,3 Milliarden Euro EU-Hilfen als beispiellose Unterstützung für die Westbalkan-Staaten

"Die Bewältigung der Coronakrise hat für die Europäische Union im Moment oberste Priorität. Nach einer anfänglichen Schockstarre hat die EU nun Maßnahmen eingeleitet, die den Mitgliedstaaten dabei helfen sollen, bestmöglich aus dieser Krise herauszukommen. Die Corona-Pandemie trifft mit den Westbalkan-Staaten aber auch Staaten, die noch nicht Teil der EU sind. Uns ist es ein großes Anliegen, auch diesen Ländern, so gut es geht, solidarisch zur Seite zu stehen", so Europaministerin Karoline Edtstadler am Dienstag.

Bei ihrer "virtuellen Westbalkan-Reise" ging es vor allem um einen allgemeinen Austausch über die Situation in den jeweiligen Staaten und darum, wie man sich in dieser schwierigen Zeit bestmöglich gegenseitig unterstützen könne, erklärt Edtstadler und hält weiter fest: "Die EU hat den Staaten am Westbalkan Hilfen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro zur Bekämpfung von COVID-19 zugesagt. Dieses Geld soll unter anderem für medizinische Soforthilfe sowie den wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau eingesetzt werden. Das ist ein beispielloses Bekenntnis zur Unterstützung und ein klares Symbol dafür, wie wichtig uns die Beziehung mit diesen Ländern ist."

Konkret hielt die Bundesministerin am Montag und Dienstag Videokonferenzen mit Minister-Kolleginnen und -Kollegen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien ab. Neben dem Informationsaustausch über aktuelle Zahlen im Kampf gegen das Coronavirus diente die virtuelle Westbalkan-Reise auch der Vorbereitung für den EU-Westbalkan-Gipfel am 6. Mai.

Österreich habe die Westbalkan-Staaten bereits im April mit Hilfslieferungen und medizinischen Produkten unterstützt, so die Europaministerin abschließend: "Österreich ist bei der Bewältigung der Coronakrise auf einem sehr guten Weg. Wir unterstützen die Staaten am Westbalkan daher im Rahmen unserer Möglichkeiten mit Gütern, die uns nicht fehlen, dort aber dringend benötigt werden. Darunter sind Decken und Bettwäsche-Sets, aber auch Desinfektionsmittel und anderes medizinisches Material." Zudem habe man den Westbalkan-Staaten angeboten, Corona-Intensivpatienten in österreichischen Spitälern aufzunehmen. Erst letzte Woche wurde ein Intensivpatient aus Montenegro zur Behandlung nach Graz eingeflogen.