Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr.

Eine Gesellschaft frei von Antisemitismus und Rassismus schaffen

Spatenstich für die Shoah-Namensmauer-Gedenkstätte im Ostarrichi Park

"Der Name eines Menschen ist untrennbar mit seiner Person verbunden. An dieser Gedenkstätte, an der Shoah-Namensmauer, werden wir den ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden ein Stück ihrer Personalität, ein Stück Identität und ein Stück Würde zurückgeben", sagte Bundesministerin Karoline Edtstadler bei einer Veranstaltung anlässlich des Baubeginns für die Shoah-Namensmauer – Gedenkstätte im Wiener Ostarrichi Park.

In Zukunft werde Österreich daran gemessen, wie Antisemitismus in all seinen Ausprägungsformen bekämpft werde, "auf der Straße, im Internet, in unserer Gesellschaft, in der Politik. Denn Gedanken werden zu Worten und Worte werden zu Taten. Wir werden in Zukunft aber auch daran gemessen werden, welche Taten wir heute setzen, um eine Gesellschaft frei von Extremismus zu erschaffen", hielt Edtstadler fest. Die österreichische Bevölkerung habe eine besondere historische Verantwortung im Hinblick auf die dunkelsten Kapitel der Geschichte. "Als Europäerinnen und Europäer haben wir eine besondere Verantwortung, unsere Werte hochzuhalten: Demokratie, Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit. In Zukunft werden wir aber auch daran gemessen, dass wir die Ermordung der Juden in Europa nicht nur als abstrakte Zahl, sondern lebendig in unserer Erinnerung behalten: 64.259 konkrete, namentlich erwähnte Menschen. Damit die Erinnerung weiterlebt und untrennbar mit einer Person sowie einem persönlichen Schicksal verbunden ist. Heute, morgen und für nachfolgende Generationen", so die Ministerin, die versicherte, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz, für den dieses Projekt ein Herzensanliegen sei, alles daran setze, damit es auch umgesetzt werde. Karoline Edtstadler dankte auch all jenen Menschen, die "mit ihrer Vorstellungskraft und ihrem Engagement dieses wichtige Vorhaben" ermöglichten. Dazu zählt allen voran der Initiator Kurt Tutter.

Informationen zur Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte finden Sie im Factsheet (PDF, 476 KB) oder auf der Projektwebseite.

Grundansicht der Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte im Ostarrichi Park
Grundansicht der Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte im Ostarrichi Park; Namensmauerngestaltung: Wehofer Architekten ZT GmbH, Grundlagenplan: Univ.Prof. Dr. John Cirka  MRAIC Foto: Wehofer Architekten ZT GmbH
Vogelperspektive der Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte im Ostarrichi Park
Vogelperspektive der Shoah-Namensmauern-Gedenkstätte im Ostarrichi Park; Namensmauerngestaltung: Wehofer Architekten ZT GmbH, Grundlagenplan: Univ.Prof. Dr. John Cirka  MRAIC Foto: Wehofer Architekten ZT GmbH