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Edtstadler begrüßt EU-Initiative zur Erleichterung der Medizinprodukt-Zulassung

Europaministerin: "Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger muss immer Vorrang haben!"

"Europa befindet sich durch das Coronavirus im Ausnahmezustand. In solchen Krisenzeiten ist es wichtig, dass die Europäische Union schnell reagiert und Entscheidungen trifft. Dazu gehört es auch, sämtliche Prozesse und Verfahren zu durchleuchten und so anzupassen, dass die Bewältigung der Corona-Krise rasch gelingt. Das derzeit vordringlichste Thema ist, die notwendige Versorgung mit medizinischen Produkten sicherzustellen. Ich begrüße daher die Initiative der EU-Kommission, die für dieses Jahr geplante Änderung bei der Zertifizierung der Medizinprodukte um ein Jahr zu verschieben", sagt Europaministerin Karoline Edtstadler und hält fest: "Die Europäische Union muss mit allen Mitteln dafür kämpfen die Gesundheitssysteme der Mitgliedstaaten zu entlasten. Denn die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger muss immer Vorrang vor der Bürokratie haben."

Aufgrund der geplanten Änderungen würden ab Ende Mai nur noch besonders zertifizierte Medizinprodukte auf dem europäischen Markt zugelassen. Das könne zur Folge haben, dass erheblich weniger medizinische Produkte zugelassen werden können und es zu Engpässen in der Beschaffung komme, so die Europaministerin. Besonders brisant sei, meint Edtstadler, dass auch die Produkte aus der Schweiz davon betroffen seien, denn: "Gerade die Schweiz zählt europaweit zu den Top-3-Produzenten von Beatmungsgeräten, die im Kampf gegen COVID-19 bekanntlich Mangelware sind. Die Schweiz ist nicht nur unser Nachbar und steht uns damit näher als beispielsweise China, sondern sie ist auch ein wichtiger Handelspartner für Österreich und die EU."

Abschließend hält Europaministerin Edtstadler daher fest: "Es ist notwendig, dass auch die EU-Kommission Flexibilität beweist und pragmatische Lösungen präsentiert, denn nur so können wir diese Krise überwinden."