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Bundeskanzler Sebastian Kurz: Ziel ist eine enge Partnerschaft zwischen Großbritannien und der EU

Gespräch mit Premierminister Johnson – Künftige Beziehungen EU-UK im Fokus

"Das Vereinigte Königreich ist ein wichtiger Markt und sowohl wirtschaftlich als auch militärisch ein starker Player in der Welt. Unser Ziel ist es daher, auch nach dem Brexit den guten politischen und wirtschaftlichen Kontakt aufrechtzuerhalten", betonte Bundeskanzler Sebastian Kurz anlässlich seines Treffens mit dem britischen Premierminister Boris Johnson in London. Im Zentrum der Gespräche mit seinem Amtskollegen sowie mit Staatsminister Michael Gove standen die künftigen Beziehungen der Europäischen Union mit Großbritannien, nachdem das Land mit Ende Jänner aus der EU ausgetreten ist.

Fairen Wettbewerb sicherstellen

"Wir müssen nun die Übergangsperiode bis zum Jahresende nutzen, um ein Handelsabkommen mit Großbritannien abzuschließen, das auch nach 2020 eine möglichst gute Zusammenarbeit sicherstellt. Je enger wir in Zukunft zusammenarbeiten und je ähnlicher unsere Standards in Zukunft sind, umso besser für uns alle", betonte der österreichische Regierungschef. Es sei wichtig, im Rahmen eines Handelsabkommens einen fairen Wettbewerb sicherzustellen. Der Bundeskanzler werde sich für konstruktive Verhandlungen einsetzen, bei denen die Einheit der EU-27 gewahrt bleibe. EU-Chefverhandler Michel Barnier habe dabei die "vollste Unterstützung" Österreichs, versicherte Sebastian Kurz. Es sei im Interesse aller, die Verhandlungen mit Pragmatismus zu führen und auf einen guten Kompromiss hinzuarbeiten. Wenn bis Jahresende keine Einigung erzielt werde, sei schließlich ein "No-Deal-Szenario" nicht auszuschließen.

Gute bilaterale Beziehungen weiterführen

"Großbritannien bleibt auch nach dem Brexit ein europäisches Land, mit dem uns viel verbindet", so der Bundeskanzler mit Verweis auf die guten bilateralen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Österreich sowie auf das Handelsvolumen von rund 7 Milliarden Euro im Jahr 2018. Für die rund 33.000 Auslandsösterreicherinnen und -österreicher in Großbritannien biete das derzeit geltende Austrittsübereinkommen ausreichende Rechtssicherheit. Die Behörden beider Länder stünden zudem in engem Kontakt. "Wir wollen auch in Zukunft eine enge Partnerschaft unserer beiden Staaten sowie der Europäischen Union mit dem Vereinigten Königreich sicherstellen", so Sebastian Kurz.

Bilder aus London sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.