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Bundeskanzler Sebastian Kurz: Impfung ermöglicht Rückkehr zur Normalität im nächsten Jahr

Kanzler und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sehen im Kampf gegen das Coronavirus "Licht am Ende des Tunnels"

"Meine große Bitte an alle Menschen im Land lautet weiterhin: Bitte halten Sie sich an die Maßnahmen, auch wenn es schwerfällt. Wir müssen weiter durchhalten, denn nur so können wir die Ansteckungszahlen auf ein Niveau senken, das uns Öffnungsschritte ermöglicht", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei seinem Pressestatement nach einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dabei seien neben dem Kampf gegen die COVID-19-Pandemie auch die Verhandlungen über das EU-Budget im Mittelpunkt des Gespräches gestanden.

Massentests helfen Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten

Ziel im Kampf gegen die Corona-Pandemie sei es, in Österreich bis zum Sommer 2021 wieder zur Normalität zurückkehren zu können, so der Kanzler. Alle Bundesländer würden nun vor Weihnachten Massentests durchführen. Mit den Antigentests bestehe die Chance, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten, von der Impfung erwarte er sich dann "von Monat zu Monat Schritte zu mehr Normalität". Es sei zu hoffen, dass bis zum Sommer ein so hoher Anteil der Bevölkerung geimpft sein werde, dass "wir die Pandemie für beendet erklären können". Auch die EU-Kommissionspräsidentin sehe "Licht am Ende des Tunnels", trotzdem sei davor noch eine schwierige Phase zu bewältigen.

Bundeskanzler Kurz dankte der EU-Kommissionschefin für den "wirklich gut aufgestellten Beschaffungsprozess" von COVID-19-Impfstoffen. Er warnte aber gleichzeitig vor zu viel Euphorie angesichts der genannten Zahl von 2 Milliarden Impfdosen, welche die EU sicherstellen könne. 2 Prozent der EU-Dosen stünden Österreich zu. Man müsse aber bedenken, dass die Impfung zweimal durchgeführt werden müsse, so Sebastian Kurz. Zudem gebe es große Unterschiede zwischen den Impfstoffen was die Wirksamkeit und die Geschwindigkeit der Zulassung betreffe. "Wir sind weit davon entfernt, dass alle 6 Anbieter ein perfektes Produkt haben, das in der EU zugelassen wird", informierte der Kanzler. In der EU stünden erst 2 Impfstoffe vor der Zulassung. Daher sei zu Beginn mit einer Knappheit zu rechnen. Von der Leyen sei zu danken, dass sie bei der Beschaffung des Impfstoffs Überkapazitäten eingeplant habe, um die Nachbarschaft der EU zu unterstützen. Der Bundeskanzler sieht hierbei vor allem die Westbalkan-Staaten als potenzielle Empfänger. "Wir sind schon jetzt mit den Ländern in Kontakt, um sie logistisch zu beraten."

Nur hundertprozentig sicherer Impfstoff wird in der EU zugelassen

In Österreich übernehme die Republik die Kosten für die Impfungen. Die Ausgaben für Tests, Impfungen sowie für Logistik und das notwendige Personal seien "irrelevant im Vergleich zu den wirtschaftlichen Schäden eines Lockdowns, von den Freiheitseingriffen gar nicht zu sprechen", betonte Sebastian Kurz. Die nächsten Monate würden jedoch noch geprägt sein von notwendigen Einschränkungen und Regeln. Generell brauche es einen Anteil von rund 70 Prozent an Geimpften in der Bevölkerung, damit das Virus vollkommen ausgerottet werde. "Jeder Schritt dorthin bringt aber schon eine Erleichterung", so der Bundeskanzler, der insbesondere auf die Situation in den Spitälern verwies, die sich dann entspannen werde. Der Kanzler versicherte, dass in der EU und in Österreich nur ein hundertprozentig sicherer Impfstoff zugelassen werde.

Besuch bei Firma Polymun – Impfung wird "Game Changer"

Bereits bei seinem gestrigen Besuch beim Impfstoff-Mitentwickler Polymun in Klosterneuburg betonte Bundeskanzler Kurz, dass die Impfung gegen das Coronavirus der "Game Changer in der Bekämpfung der Pandemie" sein werde. "Ein wesentlicher Bestandteil für den von BioNTech und Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff wird in Klosterneuburg hergestellt. Es freut mich, dass ein österreichisches Unternehmen damit entscheidend zur Eindämmung dieser weltweiten Pandemie beitragen wird." Denn ohne die von der Firma Polymun hergestellten "Lipid-Nanopartikel" wäre der bislang am weitesten fortgeschrittene COVID-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer wirkungslos. Aber auch wenn die Impfung schon greifbar nahe scheine, bedeute dies nicht, dass die Corona-Pandemie bereits im Jänner überwunden sein werde. "Da wir erst schrittweise mit den Impfungen beginnen können, werden wir noch einige harte Monate vor uns haben", so der Kanzler. Er sei aber zuversichtlich, dass "wir im Sommer 2021 wieder zur Normalität zurückkehren können".

Bilder von diesen Terminen sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar.