Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. Erfahren Sie mehr.

Stilling: Zivilcourage in der digitalen Welt zeigen

Menschen beistehen, die von Online-Gewalt betroffen sind - Verein ZARA feierte 20-jähriges Bestehen

Bundesministerin Ines Stilling eröffnete gestern Abend in der Expedithalle in Wien die große Benefizveranstaltung unter dem Motto "Pfeif auf Rassismus!" anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, deren Reinerlös Betroffenen sowie Zeuginnen und Zeugen von Rassismus und Hass im Netz zugutekommt. "Seit nunmehr 20 Jahren habt Ihr euch jeden Tag aufs Neue für Gleichberechtigung und eine tolerante und offene Gesellschaft eingesetzt. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern ganz herzlich", sagte die Frauenministerin. Mit ZARA sei eine Anlaufstelle für Menschen, die mit konkreten rassistischen Vorfällen konfrontiert waren, geschaffen worden. Die Beratungs- und Unterstützungsangebote hätten vielen Betroffenen überhaupt erst die Möglichkeit eröffnet, ihre Diskriminierungserfahrung zu thematisieren und sich gegen rassistische Vorfälle zu wehren, so Stilling weiter.

In der Eröffnung hob die Bundesministerin vor allem die zentrale Bedeutung der Beratungsstelle gegen Hass im Netz, die seit 2 Jahren von ZARA betrieben wird, hervor. "Gewalt und Diskriminierung im Internet, denen Menschen – vor allem Minderheiten und junge Frauen und Mädchen – ausgesetzt sind, ist genauso grausam und verletzend wie Gewalt im konkreten Alltag. Dem gilt es entschieden entgegenzutreten. Und unser aller Aufgabe ist es, in der digitalen Welt Zivilcourage zu zeigen und jenen Menschen online beizustehen, die von Gewalt betroffen sind. Ganz nach dem Motto von ZARA: 'Wir alle können mitmischen'", so Stilling.

"Mit dieser großartigen Veranstaltung haben wir gemeinsam ein sichtbares und lautes Zeichen für Zivilcourage und für ein respektvolles Miteinander gesetzt", freute sich Caroline Kerschbaumer, ZARA-Geschäftsführerin. Und weiter: "Mit diesem Abend haben wir 'Danke' für die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter gesagt, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Wir waren von der breiten Unterstützung, die wir – von Privatpersonen bis zu Unternehmen – erhalten haben, überwältigt. Ein herzliches Danke an alle, die für uns da sind und waren." Die ZARA-Geschäftsführerin betonte, dass selbst nach 20 Jahren immer noch genug zu tun bleibe und auch die finanziellen Mittel für ihre Arbeit nach wie vor nicht ausreichend gesichert seien.

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit wurde 1999 gegründet, um Betroffenen sowie Zeuginnen und Zeugen von Rassismus eine Anlauf- und Beratungsstelle zu geben und sich für eine rassismusfreiere Gesellschaft einzusetzen. Seit 2017 betreibt ZARA im Auftrag der Bundesregierung zusätzlich die Beratungsstelle #GegenHassimNetz. Die Beraterinnen und Berater sind rechtlich sowie psychosozial geschult, unterstützen und beraten kostenlos.

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.