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Ministerrat: Bericht zum Ausbau des wissenschaftlichen Stammpersonals

Bundesminister Schallenberg zur Bedeutung Wiens als Sitz internationaler Organisationen

Bundesministerin Iris Rauskala berichtete im Rahmen der ersten Ministerratssitzung nach der Sommerpause der Bundesregierung über den Zwischenstand bei der Umsetzung der im Frühjahr 2019 beschlossenen "Universitätsfinanzierung NEU". Im Wintersemester treten die für die Dauer von 3 Jahren abgeschlossenen Leistungsvereinbarungen in Kraft, die inhaltliche und strukturelle Schwerpunkte enthalten.

Bis Ende 2020 sollen rund 360 zusätzliche Professuren an den 22 öffentlichen Universitäten für Verbesserungen der Betreuungsrelationen bei stark frequentierten Studienrichtungen sorgen. Von den exakt 358,1 Vollzeitäquivalenten sollen mindestens 287 als Laufbahnstellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs eingerichtet werden. Bei Lehre und Forschung soll sich eine spürbare Qualitätssteigerung ergeben. Nach etwas mehr als einem halben Jahr konnten bereits knapp 85 der neuen Posten besetzt werden. Bei mehr als der Hälfte der Besetzungsverfahren wurde die Ausschreibung gestartet oder die Berufungskommission bestellt.

Wien weiter als Sitz internationaler Organisationen positionieren

Bundesminister Alexander Schallenberg berichtete in einem Vortrag an den Ministerrat über die Bedeutung einer effektiven internationalen Zusammenarbeit im Zuge der großen grenzüberschreitenden Herausforderungen der Gegenwart. Die vor 40 Jahren erfolgte Schaffung des Vienna International Center sei ein entscheidender Schritt für den Standort Wien als Zentrum des internationalen Dialogs und als Amtssitz vieler Internationaler Organisation gewesen.

Durch eine proaktive Amtssitzpolitik, etwa durch den Ausbau der Wiener Büros der Weltbank und die Ansiedlung einer Repräsentanz des Internationalen Währungsfonds, bekenne sich die Bundesregierung zu einer Stärkung des Wiener Standortes. Es sei ihr ein Anliegen, die Bundeshauptstadt als Sitz internationaler Organisationen bestmöglich zu positionieren. Dabei habe man Wien als Hub für internationale Aktivitäten im Energiebereich und bei internationalen Bemühungen zur Bekämpfung von Korruption im Fokus. Das Institut für Höhere Studien belegte im Rahmen einer aktuellen Studie die Bedeutung der Standortpolitik als Motor für die Wirtschaft. So sichere der internationale Sektor über 18 000 Arbeitsplätze und erzeuge eine jährliche Wertschöpfung von rund 1,3 Milliarden Euro.

Bedeutung als UN-Amtssitz ausbauen

Das multilaterale Engagement im Rahmen der Vereinten Nationen bleibe ein unverrückbarer Pfeiler der österreichischen Außenpolitik und der aktiv betriebenen Neutralitätspolitik. Zuletzt bot sich im Rahmen des 40 Jahr-Jubiläums des Vienna International Center im Mai 2019 die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf das Potenzial multilateraler Zusammenarbeit zu lenken. Auch in Zukunft werde es ein Kernanliegen Österreichs sein, dass Wien seine Bedeutung als einer der weltweit wichtigsten Amtssitze der Vereinten Nationen beibehalte und weiter ausbaue.

Bilder vom Ministerrat sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.