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Bundeskanzlerin Bierlein: Gemeinsam für Vitalität unserer Demokratie einsetzen

Rede zum Nationalfeiertag – Sonderministerrat und Angelobung von Rekrutinnen und Rekruten des Bundesheeres am Heldenplatz

"Der Nationalfeiertag bietet Gelegenheit, uns darauf zu besinnen, was uns als Österreicherinnen und Österreicher ausmacht, was wir für unser Land tun wollen, was jede und jeder von uns dazu beitragen kann", sagte Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein anlässlich des österreichischen Nationalfeiertags. Die Rede der Kanzlerin und der traditionelle Sonderministerrat fanden im Rahmen der Angelobung von über 1000 Rekrutinnen und Rekruten des Österreichischen Bundesheeres am Wiener Heldenplatz statt. Zuvor besuchten die Bundeskanzlerin und die Mitglieder der Bundesregierung das Haus der Geschichte Österreich und legten Kränze am Äußeren Burgtor nieder.

Neutralitätsgesetz markiert Wendepunkt

Die Bundeskanzlerin erinnerte in ihrer Ansprache an das Bundesverfassungsgesetz über die Neutralität Österreichs, das einen Wendepunkt in der österreichischen Geschichte markiere: "Es setzte einen Schlusspunkt unter eine schreckliche Epoche von Krieg, Vernichtung und Besatzung." Gleichzeitig sei damit auch der Beginn einer neuen Ära eingeläutet worden, in der Österreich als souveräner und neutraler Staat wieder Aufnahme in die Völkergemeinschaft gefunden habe. "Heute steht unser Land für Freiheit, Frieden und Wohlstand und gilt international als Ort der diplomatischen Brücken und des Ausgleichs", so Bierlein.

Dank für Friedenssicherung – Aufruf zum Dialog

"Unser Heer kommt seinen vielfältigen und wichtigen Aufgaben seit vielen Jahrzehnten nach", so die Kanzlerin, die den Soldatinnen und Soldaten "für ihren tagtäglichen Einsatz" im Namen der gesamten Bundesregierung dankte. Sie würden nicht nur in der Landesverteidigung, sondern auch an entlegenen Orten der Welt den Frieden sichern und bei humanitären Einsätzen im Inland Menschenleben schützen und retten. Das Motto "Helfen, wo es andere nicht mehr können" stehe für dieses Selbstverständnis des österreichischen Bundesheeres. "Es spiegelt damit auch grundlegende Überzeugungen unseres Landes wider: Engagement, Hilfsbereitschaft und Stabilität." Es gelte, dem Bundesheer auch in Zukunft "jenes Augenmerk zu schenken, das es verdient."

Bundeskanzlerin Bierlein appellierte an die Rekrutinnen und Rekruten, gerade auch stellvertretend für die junge Generation des Landes, sich nicht nur für die Sicherheit, sondern auch "für die Vitalität unserer Demokratie" einzusetzen. "Es ist unsere Verpflichtung, unsere demokratischen Errungenschaften zu hüten, das Miteinander zu suchen, den Dialog in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen und die Zusammengehörigkeit in einem geeinten Europa zu stärken." Auch eine gefestigte Demokratie bedürfe ständiger Achtsamkeit.

Ein starkes Europa für Frieden und Wohlstand

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren habe Österreich enorme Fortschritte zu verzeichnen. "Und das liegt insbesondere am Beitritt zur Europäischen Union vor bald 25 Jahren. Österreich hat von der EU-Mitgliedschaft in vieler Hinsicht nachhaltig profitiert", betonte die Kanzlerin mit Verweis auf die Europäische Union als "das erfolgreichste Friedensprojekt der Geschichte". Dieser Erfolg beruhe nicht nur auf wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften, sondern liege auch in der Überwindung von Krieg und gewaltsamen Konflikten auf der Grundlage gemeinsamer Werte. "Genau auf jene gemeinsamen und verbindenden Werte besinnen wir uns am heutigen Tag: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte. Wir bauen gemeinsam an der, wenn auch nicht immer einfachen, Zukunft unseres europäischen Hauses. Nur ein starkes Europa kann auch weiterhin Garant für die Sicherung des Friedens und des Wohlstands seiner Bürgerinnen und Bürger sein", so Bundeskanzlerin Bierlein abschließend.

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.