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Bundeskanzlerin Bierlein eröffnet Ausstellungen zur "Saison Viennoise" in Paris

Friedensforum: Initiative zum Schutz der Zivilbevölkerung bei Konflikten in besiedelten Gebieten

"An der Wende zum 20. Jahrhundert ist es Otto Wagner gelungen, das Gesicht der Stadt Wien und damit auch einen Teil der österreichischen Identität nachhaltig zu prägen. Sein konzeptioneller Zugang im Bereich der Stadtplanung hat neue Maßstäbe gesetzt", sagte Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein bei der Eröffnung der Ausstellungen "Otto Wagner. Maître de l'Art nouveau viennois" und "Trésors de l'Albertina. Dessins d‘architecture" im "Museum Cité de l‘Architecture et du patrimoine". Am Rande des Pariser Friedensforums konnte somit auch die von 13. November 2019 bis 16. März 2020 stattfindende "Saison Viennoise" entsprechend gewürdigt werden. Es sei eine Auszeichnung, dass die im Wien Museum gezeigte Ausstellung nun auch in einer Weltstadt der Architektur zu sehen ist.

Die Bundeskanzlerin hob auch die Bedeutung der Albertina hervor: "Sie umfasst eine der wichtigsten graphischen Sammlungen und beherbergt seit 1920 die erste und bedeutendste Architektursammlung Österreichs. Das "Zentrum für Architektur und Kulturerbe" zeige nun einen kleinen Ausschnitt dieser "großartigen Sammlung", wodurch man die Hauptepochen der österreichischen Architektur über die Jahrhunderte präsentieren könne. "Architekturhistorische Artefakte sind beeindruckende Zeitdokumente, die noch nach Jahrhunderten die Phantasie anregen", bedankte sich Bierlein für die Möglichkeit, österreichische Kunst und Kultur in Paris zeigen zu können.

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein
Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein

Schutz der Zivilbevölkerung in Konfliktregionen

Im Mittelpunkt der Termine der Bundeskanzlerin in der französischen Hauptstadt stand das Pariser Friedensforum, bei dem sie die Initiative "Protecting Civilians in Populated Areas" präsentierte. Sie unterstrich dabei, dass sich eine verstärkte internationale Kooperation auf Regeln stütze, die von allen einzuhalten seien: "Wenn es um den Schutz von Zivilpersonen in Konfliktregionen geht, können und dürfen wir als Weltgemeinschaft die Missachtung des humanitären Völkerrechts nicht akzeptieren. Wir sind rechtlich und moralisch dazu verpflichtet, entschieden dagegen aufzutreten." Es sei inakzeptabel und unmenschlich, dass beim Einsatz von Explosivwaffen in besiedelten Gebieten 90 Prozent der Opfer Zivilpersonen sind.

"Women without Borders" – Rolle von Frauen stärken

Um die Einbindung von Frauen und der Zivilgesellschaft in den Sicherheitsdialog geht es bei der NGO "Women without Borders" mit Sitz in Wien, deren Gründerin, Edith Schlaffer, die Bundeskanzlerin im Rahmen des Pariser Friedensforums traf. Die Tätigkeiten dieser NGO und die Sensibilisierung von Frauen im Kampf gegen Gewalt und Radikalisierung sind von großer Wichtigkeit.

Während ihres Aufenthalts in Paris standen für Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein unter anderem noch bilaterale Treffen mit den Präsidenten von Nordmazedonien und Albanien auf dem Programm. Zudem besichtigte sie das Europäische Jüdische Zentrum, bei dem sie von den Präsidenten der jüdischen Glaubensgemeinschaft, Joёl Mergui, und Oberrabbiner Haïm Korsia begrüßt wurde sowie die Ausstellung "Bacon en toutes lettres" im Centre Pompidou.

Bereits zum Auftakt am Montag traf Bierlein im Rahmen eines Abendessens auf Einladung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron auf mehrere Staats- und Regierungschefs sowie auf Direktorinnen und Direktoren von internationalen Organisationen.

Bilder aus Paris sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.