"Europäischer Innovationsanzeiger 2026": Österreich zählt zu den "Starken Innovatoren" Europas
Innovationsleistung der Europäischen Union ist seit 2019 um 11,6 Prozentpunkte gestiegen und wächst weiter – Schweden, Dänemark und die Niederlande führen erneut das Ranking der europäischen "Innovationsführer" an – Mitglieder der österreichischen Bundesregierung zu den Ergebnissen: "Das Ziel bleibt die ´Champions League´!"
Die europäische Innovationskraft wächst weiter. Dies geht aus dem "Europäischen Innovationsanzeiger 2026" (Englisch: "European Innovation Scoreboard", kurz: EIS) hervor, der am 9. Juli 2026 von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Innovationsleistung der Europäischen Union weiter verbessert hat: Seit 2019 ist der Innovationswert der EU insgesamt um 11,6 Prozentpunkte gestiegen; allein zwischen 2025 und 2026 legte er um weitere 1,7 Punkte zu. Damit setzt sich nach Angaben der Europäischen Kommission der langfristige Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort und unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Innovationsökosystems.
EU-Kommissarin Zaharieva: "Jeder einzelne Mitgliedstaat hat seine Leistung seit 2019 verbessert"
Ekaterina Zaharieva, EU-Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation, sagte dazu:
"Europas Innovationsmotor hat sich als widerstandsfähig erwiesen. Jeder einzelne Mitgliedstaat hat seine Leistung seit 2019 verbessert, und das diesjährige ´Scoreboard´ zeigt, dass das Wachstum wieder zunimmt. Aber das globale Wettrennen ist immer härter, und wir können es uns nicht leisten, langsamer zu werden. Die ´Startup- und Scaleup-Strategie´, ´EU Inc.´ und der kommende ´European Innovation Act´ sind unsere Antwort und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Europa in den kommenden Jahrzehnten in der Innovation führend sein kann."
Österreich behauptet Platz unter den "starken Innovatoren"
Österreich zählt auch 2026 zur Gruppe der "Starken Innovatoren" und belegt wie in 2025 im EU-Vergleich erneut den 8. Platz. Die heimische Innovationsleistung liegt demnach bei 113 Prozent des EU-Durchschnitts, was die gute Position Österreichs innerhalb Europas bestätige, so die Europäische Kommission. Seit 2019 konnte sich Österreich insgesamt um 8,9 Punkte verbessern. Gegenüber dem Vorjahr ist der Innovationswert zwar leicht zurückgegangen, die Einstufung als "Starker Innovator" und die Platzierung im europäischen Spitzenfeld bleiben jedoch unverändert. Damit gehört Österreich weiterhin zu jenen EU-Mitgliedstaaten, deren Innovationsleistung über dem EU-Durchschnitt liegt.
Für Forschung zuständige Mitglieder der Bundesregierung erfreut über Ergebnis: "Ziel bleibt die ´Champions League´"
Die für Forschung zuständigen Mitglieder der österreichischen Bundesregierung – Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Innovationsminister Peter Hanke und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer – halten zu den Ergebnissen in einer gemeinsamen Aussendung fest:
"Es ist erfreulich, dass wir bei Forschung, Technologie und Innovation (FTI) unsere Positionen halten können, während viele Wirtschaftsindikatoren für Österreich ein schwieriges Umfeld anzeigen. Denn unsere Stärke in der Forschung ist die Basis für den nächsten Aufschwung. Aber langfristig bleibt unser Ziel, in die ´FTI-Champions League´ Europas aufzusteigen."
Spitzenplätze für Schweden, Dänemark und die Niederlande
Angeführt wird das Ranking erneut von Schweden, Dänemark und den Niederlanden, die ihre Position als "Innovationsführer" behaupten können. Finnland ist weiterhin auf Rang 4 geblieben, während Malta erstmals den Sprung in die Gruppe der „Starken Innovatoren“ geschafft hat. Insgesamt konnten alle EU-Mitgliedstaaten ihre Innovationsleistung seit 2019 steigern, auch wenn sich das Entwicklungstempo zwischen den Ländern deutlich unterscheidet.
Auch andere Weltregionen stärken ihre Innovationskraft
Auch im internationalen Vergleich zeigt sich eine positive Entwicklung. Südkorea bleibt der innovativste globale Wettbewerber, während China in den vergangenen Jahren die stärksten Fortschritte erzielt hat. Erstmals wurde zudem Georgien in den Innovationsanzeiger aufgenommen. Die Einbindung des Landes spiegelt nach Angaben der Europäischen Kommission die große Reichweite des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms "Horizon Europe" wider.
Hintergrund: Der "Europäische Innovationsanzeiger"
Der "Europäische Innovationsanzeiger" erscheint jährlich und vergleicht die Innovationsleistung der EU-Mitgliedstaaten, ausgewählter Nachbarländer sowie wichtiger internationaler Wettbewerber. Grundlage sind 32 Indikatoren, die unter anderem die Rahmenbedingungen für Innovation, Investitionen in Forschung und Entwicklung, Innovationsaktivitäten von Unternehmen sowie deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen erfassen. Der "Europäische Innovationsanzeiger" dient als zentrales Instrument zur Bewertung der Innovationsleistung in Europa. Seine Ergebnisse unterstützen die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten dabei, Stärken und Entwicklungspotenziale zu identifizieren und innovationspolitische Maßnahmen weiterzuentwickeln. Die Erkenntnisse fließen unter anderem in die europäische "Startup- und Scale-up-Strategie" sowie in den geplanten "European Innovation Act" und den "European Research Area Act" ein.
Die Länder werden entsprechend ihrer Innovationsleistung in 4 Gruppen eingeteilt: "Innovationsführer" (Leistung liegt über 125 Prozent des EU-Durchschnitts), "Starke Innovatoren" (Leistung liegt zwischen 100 und 125 Prozent des EU-Durchschnitts), "Moderate Innovatoren" (Leistung liegt zwischen 70 und 100 Prozent des EU-Durchschnitts) und "Aufstrebende Innovatoren" (Leistung liegt unter 70 Prozent des EU-Durchschnitts). Die Bewertung basiert auf einer einheitlichen Methodik des Gemeinsamen Forschungszentrums der Europäischen Kommission und verwendet die aktuellsten verfügbaren Daten.
Weiterführende Informationen
- Europas Innovationsleistung stärkt sich im globalen Wettbewerb, Pressemitteilung der Europäischen Kommission
- Holzleitner/Hanke/Hattmannsdorfer zum European Innovation Scoreboard 2026: "Das Ziel bleibt die Champions League!", Pressemitteilung des BMWET
- "Europäischer Innovationsanzeiger 2026", Website der Europäischen Kommission (Englisch)
- "Europäischer Innovationsanzeiger 2026" Scoreboard für Österreich (PDF)
- "Horizon Europe", Website der Europäischen Kommission
- Neue "Startup"- und "Scaleup"-Strategie soll Europa zum Anziehungspunkt für Unternehmen machen