Bericht "Global Climate Highlights 2025": Temperaturentwicklung und klimatische Trends

2025 war global und in Europa das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, mit extremen Temperaturen an den Polen – Hohe Treibhausgaskonzentrationen und warme Ozeane verstärkten die globale Erwärmung – EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus liefert zentrale Klimadaten – EU setzt Bemühungen um Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels fort

The Copernicus Climate Change Service (C3S) has released the 2025 Global Climate Highlights report, summarising the key trends in global and regional climates for the year.

Der Bericht "Global Climate Highlights 2025" des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus bietet einen umfassenden Überblick über die klimatischen Entwicklungen des vergangenen Jahres. Die Auswertung globaler Messdaten zeigt, dass 2025 weltweit zu den wärmsten Jahren seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im Jahr 1940 zählt und sich damit in eine Phase anhaltend hoher Temperaturen einreiht. Im globalen Maßstab erreicht die Durchschnittstemperatur im Jahr 2025 den dritthöchsten Wert seit Beginn der Messungen und lag mit 0,01 Grad Celsius nur minimal unter jener des Jahres 2023, während 2024 weiterhin das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen bleibt. Insgesamt bewegten sich die Werte deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Auch in Europa zeigte sich ein ähnliches Bild. Für den europäischen Kontinent wurde 2025 ebenfalls als drittwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen eingestuft. In vielen Regionen lagen die Temperaturen spürbar über den historischen Mittelwerten.

Erwärmung in Polarregionen, über Land und in den Ozeanen

Ein besonderer Fokus des Berichts liegt auf den Polarregionen. In der Antarktis wurde 2025 die höchste jemals gemessene durchschnittliche Jahrestemperatur verzeichnet. Die Arktis wiederum erlebte ihr zweitwärmstes Jahr seit Beginn der Messungen. Dem Bericht zufolge unterstreichen diese Entwicklungen die starke Erwärmung in besonders sensiblen Bereichen des globalen Klimasystems. Darüber hinaus waren die Lufttemperaturen über Landflächen weltweit die zweithöchsten der Messgeschichte. Gleichzeitig blieben auch die Temperaturen an der Meeresoberfläche auf außergewöhnlich hohem Niveau. Die fortschreitende Erwärmung der Ozeane stellt dabei einen wesentlichen Faktor für das globale Klimageschehen dar, so der Bericht.

Ursachen der Erwärmung und Auswirkungen

Die Analyse der "Global Climate Highlights 2025" zeigt, dass mehrere Faktoren zur ausgeprägten Erwärmung der Jahre 2023 bis 2025 beigetragen haben. Eine zentrale Rolle spielt laut Bericht die weiterhin steigende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Gleichzeitig stoßen natürliche Kohlenstoffsenken wie Wälder zunehmend an ihre Grenzen bei der Aufnahme von CO2. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass langfristige Veränderungen der Ozeane sowie wetterbedingte Schwankungen die globalen Temperaturentwicklungen verstärken. Die außergewöhnlich hohen Meeresoberflächentemperaturen wirkten sich dabei auf atmosphärische Prozesse und Wettermuster aus.

Die erhöhten Temperaturen gingen 2025 in verschiedenen Regionen mit einer Vielzahl extremer Wetterereignisse, wie intensive Hitzewellen, schwere Stürme und großflächige Waldbrände, einher. Diese Ereignisse prägten demnach das Klimajahr und verdeutlichen die vielfältigen Auswirkungen steigender Temperaturen auf Umwelt und Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund weist der Bericht 2025 auf die aktuellen Trends hin, dass die im Pariser Klimaabkommen von 2015 festgelegte langfristige Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius möglicherweise bereits innerhalb dieses Jahrzehnts erreicht werden könnte.

Hintergrund: Copernicus, internationale Zusammenarbeit und europäische Perspektiven

Der Bericht "Global Climate Highlights 2025" wurde vom "Copernicus Climate Change Service" in enger Zusammenarbeit mit der Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen sowie zahlreichen nationalen Klimaüberwachungsorganisationen erstellt.

Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm des Weltraumprogramms der Europäischen Union. Das Programm liefert kontinuierlich Daten zu Atmosphäre, Ozeanen, Landflächen und Eis und stellt damit eine zentrale Informationsbasis für Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit dar. Es ermöglicht eine fundierte Beobachtung globaler Klimaveränderungen und ihrer langfristigen Entwicklungen.
Die Europäische Union setzt ihre Bemühungen zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens fort und verfolgt weiterhin das Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Ergänzend dazu soll im Jahr 2026 ein neuer europäischer Rahmen für Klimaresilienz und Risikomanagement vorgestellt werden. Dieser soll dazu beitragen, die EU besser auf klimabedingte Risiken vorzubereiten und die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels weiter zu stärken.