Mai 1945

Das Ende des Terrors: die Befreiung des KZ Mauthausen

Die Wiedergeburt eines Staates: die Proklamation der Unabhängigkeit
- Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, Österreichisches Staatsarchiv / Abt. Archiv der Republik

Am 5. Mai 1945 wurde das KZ Mauthausen von Einheiten der 3. US-Armee befreit, nachdem die letzten SS-Schergen kurz zuvor die Flucht ergriffen hatten. Allein in Mauthausen und dem benachbarten Lager Gusen befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa 40.000 Gefangene aus ganz Europa. Tausende KZ-Häftlinge waren gesundheitlich derart geschwächt und unterernährt, dass sie trotz medizinischer Versorgung durch Sanitätseinheiten der US-Armee noch in den Wochen und Monaten nach der Befreiung starben. Am 16. Mai 1945 wurden die sowjetischen Häftlinge in einer Feier am Appellplatz verabschiedet. Die Vertreter des Internationalen Häftlingskomitees verlasen dabei den "Mauthausen-Schwur", in dem sie aufriefen, eine "Welt des freien Menschen" zu errichten. Mauthausen wurde 1947 in das Eigentum der Republik Österreich übergeben und fungiert seitdem als Gedächtnisort an die auf österreichischem Boden verübten Menschheitsverbrechen des NS-Regimes.