Treffen der Nationalen Sicherheitsberater Finnlands und Österreichs

Drei Tage in Helsinki mit dichtem, sicherheitspolitischem Programm. Treffen mit den wichtigsten staatlichen Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus der finnischen Sicherheitspolitik sowie dem Bevölkerungsschutz waren zentrales Thema.

Von 10. bis 12. Dezember 2025 begaben sich der Nationale Sicherheitsberater, Peter Vorhofer, und der Leiter des Krisensicherheitsbüros, Stefan Rakowsky, nach Helsinki, Finnland. Ziel war der Austausch von Erkenntnissen zur aktuellen sicherheitspolitischen Lage im Baltikum sowie Expertise im Bereich des Bevölkerungsschutzes mit diversen Entscheidungsträgerinnen und -trägern Finnlands.

Themen des ersten Abschnittes waren Arbeitsgespräche mit Vorhofers finnischem Pendant zur sicherheits- und geopolitischen Lage des Baltikums sowie das finnische Modell der "Comprehensive Security", das Ähnlichkeiten mit der österreichischen Umfassenden Landesverteidigung aufweist. Das finnische Modell wird sogar noch breiter gehandhabt als das Österreichische.

Das Modell der "Comprehensive Security" war auch beim zweiten Themenfeld zentraler Bestandteil der Arbeitsgespräche mit einer Delegation des finnischen Außenministeriums. Der Fokus bei diesen Gesprächen lag auf dem Aspekt der Medienkompetenz von Jugendlichen im finnischen Ausbildungssystem und deren Bedeutung zur Gesamtresilienz Finnlands.

In Folge gab es ein Arbeitstreffen mit Vertretern des European Centre of Excellence for Countering Hybrid Threats (Hybrid CoE), in dem auch Österreich seit 2018 Mitglied ist und sich somit auch auf internationaler Ebene im Kampf gegen Hybride Bedrohungen engagiert.

Im Anschluss wurde eine Einweisung im Merihala Civil Defence Shelter durchgeführt. Dies ist einer von rund 5.000 Schutzräumen im Bereich Helsinki. Insgesamt bieten diese Shelter Schutz für etwa 900.000 Personen bei einer Bevölkerungszahl Helsinkis von 650.000.

Zwei weitere Arbeitstreffen fanden mit der finnischen Zivilschutzbehörde NESA statt, wo die Ecksteine der finnischen Versorgungssicherheit präsentiert wurden. Der Abschluss wurde mit einem Gespräch mit dem Generalsekretär des finnischen Verteidigungsministeriums durchgeführt. Dabei war die Bedeutung von psychologischer Resilienz der Bevölkerung in Anbetracht von Desinformation und anderen globalen Risiken zentrales Thema.

"Ich möchte den finnischen Kolleginnen und Kollegen ein großes Dankeschön für die exzellente und freundschaftliche Einweisung in sicherheitspolitische Belange aus der Sicht Finnlands danken", so Vorhofer.