72. Österreichischer Gemeindetag in Salzburg: Europa-Gemeinderäte-Initiative vor Ort
Europa vor Ort: Informationsstand des Bundeskanzleramts als Anlaufstelle für EU-Themen – Austausch mit zahlreichen Europa-Gemeinderätinnen und Europa-Gemeinderäten – Bundeskanzler Christian Stocker, Europaministerin Claudia Bauer und Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl zu Besuch
Austausch, Vernetzung, Information standen im Mittelpunkt des 72. Österreichischen Gemeindetags, der am 1. und 2. Oktober 2026 unter dem Motto "Gemeinden stärken. Lebensräume sichern. Zukunft gestalten." in Salzburg stattfand.
Auch das Bundeskanzleramt war mit der Initiative "Europa fängt in der Gemeinde an" vertreten. Ein Informationsstand bei der Kommunalmesse bot Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sowie zahlreichen Europa-Gemeinderätinnen und Europa-Gemeinderäten eine zentrale Anlaufstelle und die Möglichkeit zum Austausch über aktuelle europapolitische Themen.
"Platzlgespräch" mit Europaministerin Bauer
Beim "Platzlgespräch" am 1. Oktober 2026 unterstrich Europaministerin Claudia Bauer die wichtige Rolle der Europa-Gemeinderätinnen und Europa-Gemeinderäte als Bindeglied zwischen der europäischen und der lokalen Ebene: "Europa-Themen bewegen unsere Gemeinden unmittelbar. Mit mehr als 1.600 Europa-Gemeinderätinnen und -Gemeinderäten in ganz Österreich haben wir eine großartige Initiative und ein starkes Netzwerk, das Europa vor Ort sichtbar und verständlich macht. Gleichzeitig unterstützen wir die Europa-Gemeinderätinnen und -Gemeinderäte mit laufenden Informationen, Weiterbildungsangeboten und Reisen nach Brüssel. Sie sind wichtige Botschafterinnen und Botschafter für Europa und tragen dazu bei, den Austausch zwischen den Gemeinden und der europäischen Ebene zu stärken!"
Auch Bundeskanzler Christian Stocker und der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, Johannes Pressl, besuchten am 2. Oktober den Informationsstand und tauschten sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Initiative aus.
Im Fokus: EU-Budget, EU-Förderungen und Energiepolitik
Im Mittelpunkt der Gespräche standen insbesondere die künftige Finanzierung der Europäischen Union und die Zukunft von EU-Förderungen auf lokaler Ebene, darunter das LEADER-Programm. Weitere Themen waren die Vermittlung europapolitischer Inhalte in Bildungseinrichtungen, Maßnahmen gegen steigende Preise – insbesondere im Energiebereich – sowie die Erweiterung der EU. Der Austausch zeigte einmal mehr, wie unmittelbar europäische Entscheidungen die Städte und Gemeinden betreffen und wie wichtig zugleich die kommunale Perspektive für die europäische Politik ist.