Kick-off für "eurotours" 2026: Junge Medienschaffende aus ganz Österreich starten ihre europäischen Recherchereisen
"eurotours" 2026 ist gestartet: Das Kick-off-Event brachte junge Journalistinnen und Journalisten aus ganz Österreich in Wien zusammen – Workshops, Fachinputs und Austausch mit Expertinnen und Experten bereiteten die Teilnehmenden auf ihre Recherchereisen vor – Dieses Jahr widmet sich "eurotours" der Zukunft der Wettbewerbsfähigkeit und des Wohlstands in Europa
Mit der Kick-off-Veranstaltung am 2. Juli 2026 in der Dauerausstellung "Erlebnis Europa" in Wien begann für 28 junge Medienschaffende aus ganz Österreich das diesjährige Medienprojekt "eurotours" des Bundeskanzleramts. Im Mittelpunkt der eintägigen Fortbildungstand die Vorstellung der Recherchevorhaben samt inhaltlicher und organisatorischer Vorbereitung auf die bevorstehenden Recherchereisen. Unter dem Leitthema "Wettbewerbsfähigkeit im Wandel – Die Zukunft des Wohlstands in Europa" werden die Teilnehmenden in den kommenden 4 Monaten in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in den Staaten des Westbalkans recherchieren und europäische Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Das Projekt wird in Kooperation mit der Österreichischen Medienakademie sowie mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich und dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich umgesetzt.
Austausch, Einblicke und Projektideen
Nach der Registrierung, einigen Videointerviews und einem Gruppenfoto eröffnete Sven Wagner, Ressortsprecher und Gruppenleiter für Protokoll, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit im Bundeskanzleramt, die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Kooperationspartner. Durch das Programm führte "eurotours"-Alumnus Johannes Arends, der überdies anhand seiner persönlichen Erfahrungen aus dem Vorjahr aufzeigte, welche Möglichkeiten das Projekt jungen Journalistinnen und Journalisten bietet. In einer Vorstellungsrunde präsentierten die Teilnehmenden ihre Rechercheideen und nutzten die Gelegenheit, sich über ihre geplanten Themen und Herangehensweisen auszutauschen. Dabei beschäftigen sie sich mit aktuellen Herausforderungen und Zukunftsfragen Europas aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Anna Strobl vom Kurier wird beispielsweise in Irland die angespannte Wohnraumsituation und mögliche Lösungsansätze für leistbares Wohnen recherchieren. Alexander Lüthi von der Wiener Zeitung reist nach Schweden, um der Frage nachzugehen, welche Rolle heimische Rohstoffe für Europas Wettbewerbsfähigkeit und die Energiewende spielen. Hannah Fasching vom brutkasten untersucht wiederum in Estland, wie digitale Verwaltungsstrukturen und innovative Unternehmensgründungen zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Europas beitragen können. Die Recherchen zeigen exemplarisch, wie vielfältig die Themen von "eurotours" 2026 sind und wie unterschiedlich europäische Herausforderungen in den einzelnen Ländern angegangen werden.
Workshops vermitteln journalistisches Handwerkszeug
Ein zentraler Bestandteil des Kick-offs war die fachliche Vorbereitung auf die Recherchereisen. Nikolaus Koller von der Österreichischen Medienakademie vermittelte in einem interaktiven Workshop Grundlagen des Storytellings sowie journalistische Standards und ethische Fragestellungen. In der anschließenden Präsentationzeigte Amra Mulic (Abteilungsleiterin, Abteilung Digitale Kommunikation im Bundeskanzleramt), praxisnah, wie Inhalte zielgruppengerecht für Social Media aufbereitet und digitale Formate wirkungsvoll eingesetzt werden können.
Fachinputs zu Europa und aktuellen Herausforderungen
Ergänzend erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in zentrale europäische Themen. Die Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich informierte über die Arbeitsweise der Europäischen Union und die europäischen Anlaufstellen, die Medienschaffenden zur Unterstützung ihrer Vorhaben zur Verfügung stehen. Das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich beleuchtete die Zuständigkeiten und Entscheidungsprozesse des Europäischen Parlaments sowie deren journalistische Berichterstattung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Desinformation und den Auswirkungen gezielter Falschinformationen auf Demokratie und Medien. Beim abschließenden Briefing durch die "eurotours"-Projektleiterin im Bundeskanzleramt Marie Gamauf, wurden organisatorische Abläufe und offene Fragen zu "eurotours" 2026 besprochen. Ein gemeinsamer Rundgang durch die Dauerausstellung "Erlebnis Europa" rundete den Fortbildungstags ab.
Gut vorbereitet auf die europäische Recherche
Mit dem Kick-off erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das fachliche und organisatorische Rüstzeug für ihre bevorstehenden Recherchereisen. In den kommenden Monaten werden sie ihre Themen vor Ort vertiefen und mit ihren Beiträgen unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft Europas und die Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents sichtbar machen.
Hintergrund: Was ist "eurotours" 2026?
"eurotours" findet 2026 bereits zum 14. Mal statt und bietet jungen Medienschaffenden aus Österreich die Möglichkeit, mehrere Tage in einem anderen europäischen Land zu recherchieren und dabei wertvolle internationale journalistische Erfahrungen zu sammeln. Die jungen Medienschaffenden werden nach einem Bewerbungsprozess von einer Fachjury ausgewählt und recherchieren jeweils in einem EU-Mitgliedstaat – mit Ausnahme Österreichs – oder in einem der 6 Westbalkan-Staaten. Im Mittelpunkt stehen 2026 Fragen zur zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit Europas, zu Innovation, Bildung, Forschung und technologischer Entwicklung sowie zu den Voraussetzungen für nachhaltigen Wohlstand in einer sich wandelnden globalen Wirtschaft.
Die entstandenen Reportagen erscheinen in den Medien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ergänzend berichten die Journalistinnen und Journalisten während ihrer Reisen auf Social Media und im "eurotours"-Reiseblog über ihre Eindrücke. Ziel des Projekts ist es, junge Medienschaffende in ihrer journalistischen Entwicklung zu fördern und das Verständnis für europäische Zusammenhänge und aktuelle Zukunftsfragen zu stärken.