Jahresbericht 2025: Österreichs Badegewässer im EU-Vergleich von höchster Qualität

99,6 Prozent der österreichischen Badestellen erfüllten 2025 Vorgaben der EU-Badegewässer-Richtlinie – 96,5 Prozent der heimischen Badeplätze mit der Bestnote "ausgezeichnet" – Österreich belegt im EU-weiten Qualitätsvergleich Platz 4 von 29 untersuchten Ländern – Umweltminister Totschnig: "Unsere Seen und Flüsse stehen für hohe Lebensqualität, sauberes Wasser und unbeschwertes Badevergnügen"

Kiter am Neusiedler See

Auch für das Jahr 2025 bestätigt sich erneut: Österreichs Badegewässer zählen zu den saubersten in Europa. Laut dem am 16. Juni 2026 veröffentlichten Bericht der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur über die Qualität der Badegewässer erfüllten 99,6 Prozent der heimischen Badestellen die strengen Vorgaben der EU-Badegewässer-Richtlinie. Von den 260 in ganz Österreich untersuchten Badegewässerstellen wurden 251 Stellen (96,5 Prozent) sogar als "ausgezeichnet" eingestuft.

Umweltminister Totschnig: "Seen und Flüsse Österreichs stehen für hohe Lebensqualität, sauberes Wasser und unbeschwertes Badevergnügen."

Der für Wasserwirtschaft und Umweltschutz zuständige Bundesminister, Norbert Totschnig, erklärte dazu:

"Österreich zählt erneut zu den Ländern mit der besten Badewasserqualität Europas, gerade zu Beginn der Badesaison ist das ein starkes Signal. Dieser Erfolg ist das Ergebnis konsequenter Investitionen in den Gewässerschutz sowie in eine leistungsfähige Wasserinfrastruktur. Unsere Seen und Flüsse stehen für hohe Lebensqualität, sauberes Wasser und unbeschwertes Badevergnügen. Darauf können wir stolz sein."

Ulrike Königsberger-Ludwig, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK), ergänzte:

"Wasser gehört allen Menschen in Österreich – und unsere Seen und Flüsse sind ein Stück Lebensqualität, das wir gemeinsam schützen müssen. Umso erfreulicher ist es, dass die Menschen in Österreich auf einige der saubersten Badegewässer Europas vertrauen können. Gerade in den Sommermonaten sind sie Orte der Erholung, der Bewegung und des Zusammenseins. Ich wünsche allen Österreicherinnen und Österreichern einen schönen, erholsamen und sicheren Sommer an unseren heimischen Gewässern."

Verteilung der Badestellen in den österreichischen Bundesländern

Die insgesamt 260 im Jahr 2025 untersuchten Badestellen in Österreich verteilen sich auf alle 9 Bundesländer: Geprüft wurden 20 Stellen im Burgenland, 32 in Kärnten, 28 in Niederösterreich, 43 in Oberösterreich, 37 in Salzburg, 32 in der Steiermark, 35 in Tirol, 16 in Vorarlberg und 17 in Wien. Besonders viele Messstellen gab es an bekannten Badegewässern wie am Bodensee in Vorarlberg (10 Stellen), an der Neuen Donau (9 Stellen) sowie der Alten Donau in Wien, dem Neusiedler See im Burgenland und dem Attersee in Oberösterreich (je 7 Stellen).

Österreich nach Zypern, Griechenland und Bulgarien auf Platz 4

Im gesamteuropäischen Vergleich liegt Österreich mit einem Anteil von 96,5 Prozent an "ausgezeichnet" bewerteten Badestellen auf dem 4. Platz unter den 29 untersuchten Ländern (27 EU-Mitgliedstaaten sowie Albanien und die Schweiz). Zypern führt mit 100 Prozent das Ranking an, gefolgt von Griechenland mit 97,1 Prozent sowie Bulgarien mit 96,9 Prozent. Zypern ist das einzige Land, in dem alle bewertbaren Badestellen die höchste Qualitätsstufe erreichten.

EU-Schnitt: 85 Prozent der Badestellen in Europa "ausgezeichnet"

Insgesamt wurden in der Badesaison 2025 an 22.289 Messstellen die Qualität des Badewassers kontrolliert. Davon befanden sich 119 Standorte in Albanien, 161 in der Schweiz und der Rest in den 27 EU-Mitgliedstaaten. Der Durchschnitt der mit "ausgezeichnet" bewerteten Stellen liegt europaweit bei rund 85 Prozent – deutlich hinter dem österreichischen Wert. Die Qualität von einer Badestelle (0,4 Prozent) in Österreich ist als "ausreichend" zu klassifizieren, eine Stelle mit "mangelhafter Badewasserqualität" (0,4 Prozent) verfehlt die Zielvorgaben der EU-Badegewässer-Richtlinie.

Hintergrund: Jahresbericht über Badegewässer

Die Bewertung basiert auf hygienischen Qualitätsparametern, insbesondere dem Vorkommen der Bakterien "Escherichia coli" und "Intestinale Enterokokken". Grundlage der Einstufung ist eine Auswertung der Daten aus den vergangenen 4 Badesaisonen. Die Einstufung erfolgt in 4 Qualitätsstufen: "ausgezeichnet", "gut", "ausreichend" und "mangelhaft". In Österreich erfolgt die Umsetzung der Badegewässer-Richtlinie durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK). Die Datengrundlage liefern die Messungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Bewertet werden die Ergebnisse nach den europaweit einheitlichen Vorgaben der EU-Richtlinie 2006/7/EG über die "Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung". Die Bewertung wird von der Europäischen Umweltagentur (EUA) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission erstellt; die Ergebnisse werden jährlich zu Sommerbeginn veröffentlicht.

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