"TraceMap": Neue KI-basierte Plattform zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Europa
Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) zur Nachvollziehbarkeit von Handelsströmen und Prozessen bei der Herstellung von Lebensmitteln – Ziel: Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und effektivere Erkennung möglicher Risiken
Bei "TraceMap", der Kartierung von Agrar-Lebensmittel-Lieferketten, handelt es sich um eine neue KI-basierte europäische Plattform, die eine Rückverfolgung von Handelsströmen und Herstellungsprozessen möglich machen soll. "TraceMap" wurde am 10. März 2026 von der Europäische Kommission vorgestellt. Mit der neuen Plattform sollen Lebensmittelbetrug, verunreinigte Lebensmittel und Ausbrüche lebensmittelübertragener Krankheiten in der EU mittels automatisierter und schneller KI-Analyse frühzeitig erkannt und bewertet werden können.
"TraceMap" soll mittels KI…
- … zu einer Verbesserung von Risikobewertungen für die Lebensmittelsicherheit beitragen,
- … eine schnellere Erkennung der Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsakteurinnen und Wirtschaftsakteuren sowie Lieferungen ermöglichen und
- … im Falle eines Risikos die gesamte Agrar- und Lebensmittel-Lieferkette überwachen, um unmittelbar reagieren zu können, beispielweise mit einem Produkt-Rückruf.
EU-Kommissar Olivér Várhelyi: "Vertrauen in Systeme der Lebensmittelsicherheit stärken"
Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierwohl, sagte dazu:
"´TraceMap´ ist ein Durchbruch, der die Fähigkeit der EU revolutioniert, bei Bedrohungen der Lebensmittelsicherheit zu reagieren und gegen Lebensmittelbetrug hart durchzugreifen. Lebensmittelbetrug und Versuche, unsere Einfuhrbedingungen zu umgehen, werden damit schneller aufgedeckt. Die Koordination zwischen den EU-Mitgliedstaaten wird verbessert, und die Landwirtschaft und die Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU werden besser geschützt. Es handelt sich um eine kritische Infrastruktur für die Krisenvorsorge und -bekämpfung, die das Vertrauen der Interessenträgerinnen und -träger in die Belastbarkeit unserer Lebensmittelsicherheitssysteme stärken wird."
"TraceMap" zur behördlichen Nutzung
Seit 10. März 2026 können Behörden der EU-Mitgliedstaaten "TraceMap" nützen und mittels verfügbarer Daten von Agrar- und Lebensmittelsystemen die Nichteinhaltung von Vorgaben überprüfen und unlautere Praktiken aufzeigen. Gemäß der EU-Initiative "Vision für Landwirtschaft und Ernährung" müssen in die EU importierte Produkte die erforderlichen Standards erfüllen. Die Vision möchte die richtigen Bedingungen schaffen, um zukünftige Generationen zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion zu ermutigen.
"TraceMap" wurde von der Europäischen Kommission unter Verwendung von KI-Technologien entwickelt. Hierbei kommen beispielweise Daten aus dem Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (Englisch: "Rapid Alert System for Food und Feed", kurz: RASFF) und von der Online-Plattform für Tier- und Planzengesundheitszertifikate (Englisch: "Trade Control and Expert System", kurz: TRACES) zur Verwendung. Zudem besteht seit 2021 ein "Alert- und Kooperationsnetzwerk" (Englisch: "Alert and Cooperation Network", kurz: ACN), dass den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten bei offiziellen Kontrollen in der Agrar-Lebensmittelkette erleichtern soll.
Weiterführende Informationen
- EU-Kommission stellt neues KI-Tool für Warnmeldungen und Betrugsbekämpfung bei Lebensmitteln vor, Pressemitteilung der Europäischen Kommission
- TraceMap, Website der Europäischen Kommission (Englisch)
- Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel, Website der Europäischen Kommission (RASFF) (Englisch)
- Online-Plattform der Europäischen Kommission für Tier- und Pflanzengesundheitszertifikate "TRACES", Website der Europäischen Kommission (Englisch)
- Warn- und Kooperationsnetzwerk (ACN), Website der Europäischen Kommission (Englisch)
- Daten und Analysen, Website der Europäischen Kommission