Start der Bewerbungsrunde für die "Preise des Neuen Europäischen Bauhauses" 2026

Gesucht werden innovative Projekte und Ideen, die Nachhaltigkeit, Ästhetik und soziale Inklusion verbinden – Spezialpreis für kleinere Gemeinden und ländliche Regionen – Bewerbungen sind bis 17. März 2026 möglich; die Preisverleihung erfolgt im Herbst 2026

Person betrachtet einen Flyer für die Preise des Neuen Europäischen Bauhauses 2026

Die Europäische Kommission hat am 20. Februar 2026 den Beginn der Bewerbungsphase für die "Preise des Neuen Europäischen Bauhauses" (NEB) offiziell eingeläutet. Im Jahr 2026 werden zum 6. Mal herausragende Projekte gesucht, die zeigen sollen, wie Nachhaltigkeit, Inklusion und ästhetische Gestaltung in den Alltag integriert werden können. Gleichzeitig startet die 2. Ausgabe des sogenannten "NEB Boost for Small Municipalities", einem Spezialpreis für kleinere Gemeinden und ländliche Regionen.

Kommissionspräsidentin von der Leyen: "Projekte zeigen die Möglichkeiten für unsere Zukunft auf"

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte dazu:

"Das ´Neue Europäische Bauhaus´ hat sich von einer Idee zu einer lebendigen Bewegung entwickelt. Projekte in ganz Europa zeigen die Möglichkeiten für unsere Zukunft auf: nachhaltig, inklusiv und schön."

Was wird ausgezeichnet?

Die Auszeichnungen würdigen innovative Ideen, Konzepte und abgeschlossene Projekte, die den Geist des "Neuen Europäischen Bauhauses" widerspiegeln sollen. Dazu zählen Lösungen, die nicht nur ökologische und soziale Werte betonen, sondern auch ästhetische Qualität mit Umsetzungskraft kombinieren. Die Europäische Kommission betont, dass mit den Preisen Menschen und Initiativen gewürdigt werden sollen, die das Leben vor Ort positiv beeinflussen und kreative, zukunftsweisende Ansätze in ganz Europa präsentieren.

Kategorien, Auszeichnungen und neue Impulse 2026

In der 6. Wettbewerbsrunde werden 2026 insgesamt 13 Gewinnerinnen und Gewinner ausgezeichnet, darunter 2 durch eine öffentliche Abstimmung ermittelte Projekte sowie ein Sonderpreis für Wasserresilienz und internationale Auszeichnungen. Die prämierten Projekte erhalten jeweils bis zu 20.000 Euro, zusätzlich werden 14 Zweitplatzierte mit jeweils 5.000 Euro gewürdigt. Neu ist unter anderem die Teilnahme der Republik Moldau, der Länder des Westbalkans und der Ukraine. Darüber hinaus wird eine eigene internationale Wettbewerbsschiene für Projekte aus Brasilien und Japan eingeführt.

Teilnahmebedingungen und Bewerbungsprozess

Interessierte können ihre Bewerbungen bis 17. März 2026 um 19:00 Uhr (MEZ) über die offizielle NEB-Preisplattform einreichen. Dort finden sich auch ausführliche Leitfäden zur Verfügung, die den Prozess und die Anforderungen erläutern. Die Ausschreibung richtet sich an Einzelpersonen, Teams, Organisationen, Gemeinden und Initiativen aus EU-Mitgliedstaaten sowie ausgewählten Partnerländern.

Rahmenprogramm und Zeitplan

Ausgewählte Finalistinnen und Finalisten werden im Rahmen des "Neuen Europäischen Bauhaus Festivals", das von 9. bis 13. Juni 2026 stattfindet, vorgestellt. Die Preisverleihung selbst ist für den Herbst 2026 geplant. Darüber hinaus bietet das Programm "NEB Boost for Small Municipalities" finanzielle und kommunikative Unterstützung speziell für kleinere Gemeinden und ländliche Regionen, um deren innovativen Ansätze weiter sichtbar zu machen.

Hintergrund: "Neues Europäisches Bauhaus" – Eine europäische Initiative für nachhaltige Lebensräume

Das "Neue Europäische Bauhaus" ist eine Politik- und Förderinitiative der Europäischen Union, die den ökologischen Wandel im gebauten Umfeld attraktiv, zugänglich und gemeinschaftlich gestaltet. Seit dem Start im Jahr 2021 – angestoßen durch die "Rede zur Lage der Union" von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen – hat sich die Initiative zu einem europaweiten Netzwerk mit mehr als 2.000 Mitgliedern entwickelt. Über 700 Projekte wurden bislang unterstützt. Im mehrjährigen Finanzrahmen 2021-2027 stehen insgesamt 1,4 Milliarden Euro für Maßnahmen im Rahmen des "Neuen Europäischen Bauhauses" bereit, vor allem aus der EU-Kohäsionspolitik und dem EU-Forschungsprogramm "Horizon Europe". Die jährlich vergebenen Preise sollen konkrete Lösungen sichtbar machen und aufzeigen, wie nachhaltiges, bezahlbares und zugleich ansprechendes Leben gelingen kann. Seit 2021 wurden mehr als 5.700 Bewerbungen eingereicht und 94 Projekte mit insgesamt über 2 Millionen Euro ausgezeichnet.