Neues Europäisches Bauhaus: Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für innovative Projekte in Städten

Fokus auf Ästhetik, Nachhaltigkeit, Inklusion – Neues Europäisches Bauhaus und "Europäische Stadtinitiative" möchten urbane Innovationen und Fähigkeiten der Städte zum Aufbau einer nachhaltigen Stadtentwicklung unterstützen – Projekte in 4 Themenkategorien möglich – Einreichung von Vorschlägen bis 19. Jänner 2023

New European Bauhaus

Projekte zur Förderung urbaner Innovationen und zum Aufbau nachhaltiger Stadtentwicklung: Diese werden aktuell im Rahmen des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB) gesucht. Denn am 11. Oktober 2022 veröffentlichte die "Europäischen Stadtinitiative" eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (Call). Bis 19. Jänner 2023 können Ideen eingereicht werden, welche zur Umsetzung der zentralen Werte des Neuen Europäischen Bauhauses beitragen sollen: Ästhetik, Nachhaltigkeit und Inklusion. Insgesamt stehen für den aktuellen Call Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die "Europäische Stadtinitiative" ist Teil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (ERDF, kurz für Englisch: "European Regional Development Fund").

Kommissarin Ferreira: "Fördermöglichkeiten mit Weitblick und Kreativität nutzen"

"Innovative Projekte vor Ort, mit denen die Werte des Neuen Europäischen Bauhauses in die Tat umgesetzt werden, sind für einen inklusiven ökologischen Wandel, der hochwertige Lebenslösungen für alle bietet, von entscheidender Bedeutung. Ich appelliere an die Städte in der EU, die Fördermöglichkeiten, die die ´Europäische Stadtinitiative´ im Rahmen der Kohäsionspolitik heute bietet, mit Weitblick und Kreativität so gut wie möglich zu nutzen. So können praktische Verbesserungen im täglichen Leben erreicht werden, und es kann vorbildhaft demonstriert werden, was das Neue Europäische Bauhaus zur Lösung komplexer städtischer Herausforderungen beiträgt", erklärte Elisa Ferreira, Kommissarin für die Kohäsionspolitik und Reformen.

"Städte spielen eine wichtige Rolle beim nachhaltigen Wandel. Sie sind in einer besonderen Position, nicht nur hinsichtlich der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch dahingehend, dass sie auf kulturelle Vielfalt und kulturellem Erbe aufbauen können, um unsere Lebensräume und Denkweisen zu verändern. Mit dieser neuen Aufforderung verankern wir die Werte des Neuen Europäischen Bauhauses im Bau und in der Funktionsweise der Städte so nah wie möglich an der Gesellschaft. Ich freue mich auf die Umsetzung und Verbreitung der Projekte in ganz Europa", erläuterte Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend.

Vom Co-Design bis zur Umsetzung der Transformation

Die aktuelle Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen – mit Frist 19. Jänner 2023 – zielt auf Projekte ab, die einen Wandel in den Städten auslösen und das Potenzial haben, im Einklang mit den NEB-Grundsätzen Investitionen zu generieren und andere kohäsionspolitische Projekte zu inspirieren. Die einzureichenden Projekte müssen sich auf folgende 4 Themen beziehen:

  • Bau und Renovierung im Geiste der Kreislaufwirtschaft und der CO2-Neutralität;
  • Erhaltung und Umgestaltung des kulturellen Erbes;
  • Anpassung und Umbau von Gebäuden für erschwingliche Wohnraumlösungen;
  • Sanierung städtischer Räume.

Die Finanzierung ausgewählter Projekte erfolgt mit 80 Prozent der Kosten aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Jedes Projekt kann bis zu 5 Millionen Euro erhalten. Ein Teil dieser Mittel soll die Übertragung innovativer Lösungen auf andere Städte in Europa unterstützen, um eine noch größere Wirkung zu erzielen, insbesondere in Städten und Regionen, die eine Unterstützung des Wandels in Richtung einer "grünen" Zukunft am dringendsten benötigen. Längerfristig sollen die unterstützten städtischen Behörden Transferpartnerschaften mit 3 weiteren Städten einrichten, die an der Vervielfältigung von Teilen der Projekte oder von vollständigen Projekten interessiert sind.

Hintergrund: Kulturelle Dimension des "Green Deal" sowie Beschleunigung des ökologischen Wandels

Das von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im September 2021 ins Leben gerufene Neue Europäische Bauhaus (NEB) verleiht dem "Green Deal" eine kulturelle Dimension und beschleunigt den ökologischen Wandel mit Veränderungen vor Ort, bei denen die Werte Ästhetik, Nachhaltigkeit und Inklusion miteinander kombiniert werden.

Mit einem spezifischen EFRE-Budget von 450 Millionen Euro ist die "Europäische Stadtinitiative" ein neuartiges Instrument zur Unterstützung der städtischen Dimension der Kohäsionspolitik im Programmplanungszeitraum 2021-2027. Mindestens 8 Prozent der EFRE-Mittel in jedem EU-Mitgliedstaat sind in Prioritäten und Projekte zu investieren, die von den Städten selbst auf der Grundlage ihrer eigenen Strategien für eine nachhaltige Stadtentwicklung ausgewählt werden. Neben der Innovationsförderung unterstützt die "Europäische Stadtinitiative" auch die Kapazitäten aller städtischen Gebiete in ganz Europa. Sie liefert Fakten für die Politikgestaltung und den Wissensaustausch über nachhaltige Stadtentwicklung, unter anderem im Rahmen der EU-Städteagenda.

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