Die Finalistinnen und Finalisten zum Europa-Staatspreis 2026

Kategorie "Europa erklären"

Einreichung durch: Bernhard Zeilinger, Fachbereichsleitung Politikwissenschaft und stellvertretende Studiengangsleitung des MA-Studiengang "Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung" an der Fachhochschule des BFI Wien

Projektverantwortliche: Fachhochschule des BFI Wien

Das Lehrkonzept "Analyse und Simulation des Europäischen Mehrebenen-Regierens" vermittelt europäische Gesetzgebung durch ein praxisnahes Lernsetting als erfahrbaren Prozess. Ziel ist es, die komplexe Funktionsweise der EU – insbesondere im Mehrebenensystem – verständlich zu machen und die enge Verzahnung zwischen nationaler und europäischer Politik sichtbar zu machen. Durch immersive, erfahrungsbasierte Lernformate (Planspiele, Exkursionen, Gastvorträge, Podiumsdiskussionen, Stakeholder Mapping, Policy Analysis) wird EU-Gesetzgebung verständlich, greifbar und aktiv gestaltbar.

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Einreichung durch: Mag. Dr. Stephan Schweighofer, Senior Scientist, stellvertretende Leitung des Schwerpunkts "Europäische Integration" der School of Education

Projektverantwortliche: Paris-Lodron-Universität Salzburg

Der Europakoffer ist ein Projekt der AG Europäische Integration an der School of Education (Paris-Lodron-Universität Salzburg). Er reist als Unikat durch Salzburgs Schulen und bringt Europa, die EU und den europäischen Gedanken auch in entlegenste Regionen. 3 Wochen bleibt der Koffer, der mit maßgeschneiderten Materialien für 15 Unterrichtsfächer gefüllt ist, in einer Schule und Lehrer und Lehrerinnen machen Europa in ihrem Fach greifbar. Die Förderung von aktiven, informierten sowie verantwortungsbewussten und kritischen europäischen Bürgerinnen und Bürgern soll durch den Europakoffer unterstützt werden, indem das europäische Bewusstsein von jungen Menschen lebensweltnah und eingebettet in ihre Tätigkeit als Schülerinnen und Schüler gefördert wird.

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Einreichung durch: Dr. Bernhard Köhle MSc, Obmann Europify

Projektverantwortliche: Europify – das Unabhängige Institut für Europa- und Demokratiebildung

"Europa von klein auf lernen!" vermittelt Europäisches Bewusstsein, Europäische Grundwerte und aktives Europäisches Bürgerinnen- und Bürgertum kind- und altersgerecht (bereits ab 6 Jahre) in der Volksschule Goldschlagstraße (1150 Wien). In diesem 3-jährigen Projekt werden sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer und Eltern mit der Expertise und Aktivitäten von Europify (Expertinnen und Experten in Europa- und Demokratiebildung) darin unterstützt Europa von klein auf zu verstehen und (er)leben. Hierbei hat sich der Fokus auf das Vermitteln Europäischer Grundwerte (zum Beispiel Demokratie) und "active citizenship" herauskristallisiert. Sowohl die Schulleitung als auch Europify waren sich in Folgendem einig: "Es gibt kein Europa ohne aktive Europäer:innen".

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Europify – das Unabhängige Institut für Europa- und Demokratiebildung

Kategorie "Europa gestalten"

Einreichung durch: Mag.a Marietta Oberrauch, Geschäftsführerin akzente Salzburg

Projektverantwortliche: akzente Salzburg

Die EU Future Talks Salzburg 2025 brachten rund 80 junge Menschen aus 7 EU-Mitgliedstaaten zusammen, um ihre Ideen für die Zukunft Europas zu entwickeln und direkt mit EU-Parlamentarierinnen und -Parlamentariern zu diskutieren. In Workshops erarbeiteten die Jugendlichen Forderungen zu Themen wie Nachhaltigkeit, künstliche Intelligenz, EU-Grundrechte und geopolitische Herausforderungen. Die Ergebnisse wurden im Plenarsaal des Landtags präsentiert und fließen auf europäischer Ebene weiter.

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Einreichung durch: Dr.in Natascha Zeitel-Bank Dipl. Soz., Mitgründerin und Co-Obfrau

Projektverantwortliche: Europäische Akademie Inntal

Ziel des Projekts "Europa-Dialoge am Inn" ist es, Europa für die Bevölkerung im bayerisch-tiroler Grenzland entlang des Inns verstehbar und (be)greifbar zu machen. Erstmals gibt es Dialoge, die in Tandemfunktion zwischen Bayern und Tirol für alle Zielgruppen stattfinden. Gerade im gemeinsamen und direkten Austausch werden Chancen entdeckt und ein Verständnis auch im grenzüberschreitenden Alltag geschaffen. Durch "Europa-Dialoge am Inn" werden gezielt Netzwerke bereits vorhandener pro-europäisch aktiver Vereine oder Organisationen zwischen Tirol und Bayern gefunden, ausgebaut und vernetzt.

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Projektverantwortliche und Einreichung durch: Timna Maria Moser, BA MA, Radio Host und Initiatorin

Alle 2 Monate beleuchten Hannes und Timna in ihrer Radioshow "EU, was geht? – Was uns durch Europa verbindet" einen aktuellen europäischen Themenschwerpunkt und übersetzen EU-Politik in verständliche, alltagsnahe Geschichten – von "EU-Mythen aufgeklärt" über "EU in Tirol" bis "Neues aus der EU". In einer einstündigen Sendung mit Musik und Gästen schaffen sie einen niederschwelligen Zugang zur EU, fördern sachliche Diskussion und stärken Europabewusstsein in Österreich.

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Radioshow "EU, was geht? – Was uns durch Europa verbindet"

Einreichung durch: Simone Ortner-Trebo, Freiwilligenkoordinatorin

Projektverantwortliche: Freiwilligenzentrum Osttirol

Das Projekt ist ein grenzüberschreitendes Kultur- und Gemeinschaftsprojekt zwischen Osttirol, dem Alto Bellunese und dem Südtiroler Pustertal. Es verbindet 3 Kulturen und Sprachen auf Augenhöhe und setzt auf gelebte Mehrsprachigkeit. Mit niederschwelligen Lesungen, Workshops und Veranstaltungen wird Kultur bewusst genutzt, um Grenzen zu überwinden, Dialog zu fördern, Generationen zu vernetzen und den sozialen Zusammenhalt in Berg- und ländlichen Regionen langfristig zu stärken. Zentral war die enge Zusammenarbeit von Kulturinitiativen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Ehrenamtlichen. Regionale Themen, Dialekte, Mythen und Traditionen wurden aufgegriffen, neu interpretiert und über Grenzen hinweg miteinander in Beziehung gesetzt. So entstanden Kontakte, stabile Netzwerke und Kooperationen, die über die Projektlaufzeit hinaus weiterwirken.

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Kategorie "Europa verändern"

Einreichung durch: Dr.in Eva Lienbacher, FH-Professorin – Senior Lecturer

Projektverantwortliche: Fachhochschule Salzburg GmbH, Department Business and Tourism

Lebensmittelverschwendung stellt europaweit und insbesondere im Alpenraum eine bedeutende ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt "CEFoodCycle" initiiert. Es vernetzt 5 Circular Food Hubs in Österreich, Slowenien, Italien, Frankreich und Deutschland und testet praxisnahe Kreislauflösungen, um vermeintlichen Lebensmittelabfall zu verringern und zirkuläre Wertschöpfungspotenziale zu erschließen. Durch Pilotaktivitäten, Workshops und das digitale Tool FoodCycle.ai wurden innovative Ansätze entwickelt sowie regionale und europäische Kooperationen gestärkt.

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Einreichung durch: Gina Streit, Projektmanagement

Projektverantwortliche: Regionsmanagement Osttirol

Die "community-led local development"-Strategie (CLLD) stärkt grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen 98 Gemeinden in Österreich und Italien. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Bewältigung zentraler Herausforderungen: demografischer Wandel, Abwanderung junger Menschen, Fachkräftemangel, Klimawandel, Digitalisierung und wirtschaftliche Resilienz. Die Strategie schafft einen strukturierten Rahmen für Projekte, die regionale Wertschöpfung stärken, nachhaltige Mobilität fördern, soziale Innovationen unterstützen und neue Perspektiven für Bergregionen eröffnen.

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Einreichung durch: Alexander Zehetmaier, CEO

Projektverantwortliche: Xinity FlexCo

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die europäische Wirtschaft grundlegend. Doch die Infrastruktur, auf der diese Technologie läuft, wird von 2 bis 3 US-amerikanischen Unternehmen kontrolliert. "Xinity" macht europäische Unternehmen unabhängig von US-Cloud-Anbietern, indem sie KI-Anwendungen vollständig auf eigener Infrastruktur betreiben können, ohne dass Daten jemals das Unternehmen verlassen. Als Wiener Startup mit Open-Source-Komponente stärkt Xinity die technologische Souveränität Europas und verwandelt regulatorische Abhängigkeit in einen Wettbewerbsvorteil.

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Xinity KI