Geschichte der Administrativen Bibliothek im zeitlichen Verlauf

Diese Ausstellung führt durch die Geschichte einer der bedeutendsten österreichischen Bibliotheken. Sie erzählt von Kontinuität und Wandel und gewährt Einblicke in die Vielfalt der bibliothekarischen Arbeit. Sie berichtet über Pioniergeist und technischen Fortschritt und zeigt auf, wie die Bibliothek seit ihrer Gründung 1849/50 die gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen gemeistert hat.

Als Spezialbibliothek für die Verwaltung spiegeln die Bestände der Administrativen Bibliothek die Geschichte Österreichs von der Monarchie bis in die Gegenwart wider.

Die kaiserliche Entschließung
Von Kaiser Franz Joseph I. unterzeichnete Resolution zur Gründung der Administrativen Bibliothek. 
Unterschrift von Constantin Wurzbach
Unterschrift von Dr. Constantin Wurzbach

Bestellung von Dr. Constantin Wurzbach zum ersten Bibliothekar:

Constantin Wurzbach auf dem Titelblatt der Wiener Volks-Zeitung
Constantin Wurzbach Edler von Tannenberg, "Wiener Volks-Zeitung" vom 6. Februar 1880.

Gesetzliche Verankerung der Ablieferungspflicht von Druckwerken aller Art.

Inventar der Administrativen Bibliothek, 1940
Inventar (Freistück): Verzeichnis der eingegangenen Pflichtexemplare.

Bibliothek wird dem Bundeskanzleramt unterstellt.

Severa Mendrochovicz wird stellvertretende Leiterin.

Dokumentennachweis mit Orginalunterschrift von Dr. Mendrochowicz
Dokumentennachweis mit Originalunterschrift von Dr. Mendrochowicz.

Mehr zum Standort Palais Porcia auf Seite Thema 2 Die Bibliothek in der Ersten Republik.

1938 wird die Bibliothek dem Reichsstatthalter unterstellt.

Im März 1938 wird das Dienstverhältnis mit Dr. Severa Mendrochowicz aufgrund ihrer jüdischen Abstammung aufgelöst. 1942 wird sie in einem Waldstück tot aufgefunden.

Die Administrative Bibliothek und die Parlamentsbibliothek werden unter dem Namen "Verwaltungsbibliothek" zusammengelegt.

Sterbeurkunde von Severa Mendrochowicz
Sterbeurkunde Dr. Severa Mendrochowicz.
Stempel des Amt des Reichsstatthalters in Österreich/Administrativen Bibliothek in den Jahren nach dem "Anschluss" an das Deutsche Reich

1960er-Jahre Start der Rechtsdokumentation, Umstellung der Signaturen auf Numerus Currens (lateinisch für "Fortlaufende Nummer").

Schlagwortkatalog
Schlagwortkatalog (alphabetisch geordnet).

Das zukunftsweisende Pilotprojekt wird Ende der 1960er-Jahre unter dem damaligen Leiter Otto Simmler gestartet. Damit wird der Grundstein für das Rechtsinformationssystem (RIS) gelegt.

1983 entsteht in Österreich der erste Online-Bibliothekenverbund (BIBOS-Verbund). Bis 1996 umfasst er 15 Bibliotheken aus allen Bundesländern.

Die Administrative startet 1999 mit der Bibliotheksautomation und entscheidet sich für das Bibliothekssystem Aleph.

Abbildung der OPAC-Suchseite im ALEPH-System 2024.
OPAC-Such-Abfrage im Aleph-System der Administrativen Bibliothek, Abbildung 2024 (vor Ablöse des Systems).

  • 2002: Amtsbibliothek des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur
  • 2003: Bibliothek Österreichisches Staatsarchiv
  • 2005: Bibliothek Bundesministerium für Inneres
  • 2008: technischer Verbund mit dem Bundesministerium für Justiz
  • 2021: Bibliothek des Bundesdenkmalamts
  • 2023: Beitritt zum Österreichischen Bibliothekenverbund
Illustration Bücher

Eine Frau sitzt vor einem Computer und benutzt diesen zur Recherche im Webarchiv
Recherche im Webarchiv.

2025: Die Jubiläumsausstellung in der Herrengasse 23 lud ein zu einem Streifzug durch die Geschichte der Bibliothek und erzählte damit auch ein Stück Bibliotheksgeschichte.

Informationen zur Ausstellung

Zeitleiste Geschichte der Administrativen Bibliothek von 1849-1945
Zeitleiste Geschichte der Administrativen Bibliothek von 1950-2025