EU-Aufbauplan: Österreich holt Mittel in vollem Umfang ab
5. und letzter Zahlungsantrag Österreichs von der Europäischen Kommission genehmigt – Österreich nach Dänemark und Schweden gemeinsam mit Frankreich das 3. EU-Land, das alle EU-Aufbauplan-Mittel "abholt" – Insgesamt sind seit 2021 rund 4 Milliarden Euro für Projekte mit Schwerpunkt Digitalisierung und Nachhaltigkeit nach Österreich geflossen.
Erfolgreicher Abschluss des EU-Aufbauplans in Österreich: Die Europäische Kommission erteilte dem 5. und letzten Zahlungsantrag Österreichs in Höhe von 306 Millionen Euro am 29. September 2026 ihre Genehmigung.
Damit steht fest, dass Österreich bis Jahresende 2026 die EU-Aufbauplan-Mittel in voller Höhe von insgesamt rund 4 Milliarden Euro "abholt". Österreich ist damit nach Dänemark und Schweden gemeinsam mit Frankreich das 3. EU-Land, welches 100 Prozent der Mittel aus der Aufbau- und Resilienzfazilität lukriert – dies noch vor dem offiziellen Abschluss.
Mitglieder der Bundesregierung erfreut über vollumfängliche Ausschöpfung der EU-Aufbauplan-Mittel
"Österreich hat geliefert: Wir holen die rund 4 Milliarden Euro aus dem EU-Aufbauplan vollständig ab. Damit bringen wir schnelleres Internet aufs Land, verbessern die Gesundheitsversorgung und investieren in Forschung und Infrastruktur. So wird Europa im Alltag der Menschen spürbar. Danke an alle, die das möglich gemacht haben."
Europaministerin Claudia Bauer
"Alle Meilensteine erfüllt, die zur Verfügung stehenden Mittel voll ausgeschöpft. Damit konnten Projekte unterstützt werden, die Gemeinden und damit die Lebensqualität der Bevölkerung deutlich gestärkt haben. Diese Beispiele zeigen deutlich: Österreich braucht die EU, die EU braucht Österreich."
Finanzminister Markus Marterbauer
"Mit der Genehmigung des fünften und letzten Zahlungsantrags schließen wir den österreichischen EU-Aufbauplan erfolgreich ab und schöpfen die verfügbaren Mittel von rund 4 Milliarden Euro vollständig aus. Entscheidend ist, was diese Mittel bewirken: Sie stärken unseren Wirtschaftsstandort und ermöglichen Investitionen in Digitalisierung, Forschung, Bildung, Gesundheit und nachhaltige Infrastruktur. Dass Österreich alle vereinbarten Meilensteine erfüllt hat und die europäischen Mittel zur Gänze abrufen kann, zeigt, dass wir Reformen verlässlich umsetzen und Zukunftsinvestitionen konsequent auf den Weg bringen."
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl
Genehmigung des 5. Zahlungsantrags: Weitere 306 Millionen Euro für Österreich
Die Republik Österreich, vertreten durch das Bundesministerium für Finanzen (BMF), hatte den Antrag auf Auszahlung von Zuschüssen in Höhe von 306 Millionen Euro am 29. Juli 2026 bei der Europäischen Kommission eingereicht. Die nun erfolgte Genehmigung bestätigt, dass die in diesem Zahlungsantrag verankerten 18 Etappenziele und Zielwerte ("Meilensteine") von Österreich nachweislich erfüllt worden sind.
Zu den Investitionen und Reformen, die vom 5. Zahlungsantrag umfasst sind, zählen unter anderem:
- Projekte für einen Breitbandzugang für mindestens 80.000 Haushalte;
- Förderung von 20 Biodiversitätsprojekten;
- Sanierung des Volkskundemuseums Wien;
- Förderung von "Important Projects of Common European Interest" (IPCEI) in den Bereichen Wasserstoff und Mikroelektronik;
- Förderung von "Quantum Austria"-Projekten und deren Integration in den regulären Hochschulbetrieb;
- Förderung von 521 emissionsfreien Bussen;
- Investitionen in Leergutrücknahmesysteme und Maßnahmen zur Steigerung der Mehrwegquote für Getränkegebinde sowie die Errichtung und Nachrüstung von Sortieranlagen;
- Abschlussarbeiten an der Koralmbahn, welche Kärnten und die Steiermark verbindet;
- Förderung des "Eric Kandel Institute - Center for Precision Medicine" am MedUni Campus AKH in Wien;
- Entwicklung des elektronischen Eltern-Kind-Passes.
Rund 4 Milliarden Euro für Österreich: Erfolgreiche Umsetzung des EU-Aufbauplans
Der EU-Aufbauplan in Österreich setzte insgesamt auf 4 zukunftsorientierte Schwerpunkte: "Nachhaltiger Aufbau", "Digitaler Aufbau", "Wissensbasierter Aufbau" und "Gerechter Aufbau". Damit wurden von 2021 bis 2026 Investitionen und Reformen in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Bildung, Gesundheit, Soziales, Infrastruktur, Innovation sowie Kunst und Kultur im ganzen Land ermöglicht. Die insgesamt rund 4 Milliarden Euro an EU-Aufbauplan-Mitteln in Österreich haben unter anderem:
- 155 Primärversorgungseinheiten;
- Breitband für 80.000 Haushalte;
- 400.000 digitale Endgeräte wie Laptops oder Tablets für Schulen;
- Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für 94.000 Personen;
- 150 "Community Nurses" und
- die Digitalisierung von 600.000 Kultur- und Kunstobjekten
finanziert.
Der EU-Aufbauplan wurde 2020 mit dem Ziel ins Leben gerufen, nach der Covid-Pandemie bestmöglich zur Stärkung von Wirtschaft, Innovation und Resilienz in den EU-Mitgliedstaaten beizutragen.
Schlanke Verwaltungsstrukturen, effiziente "Governance"
Die erfolgreiche und zügige Umsetzung in Österreich ist das Ergebnis der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller an der Umsetzung beteiligten Stellen, der Nutzung bestehender, schlanker Verwaltungsstrukturen in den Bundesministerien sowie einer engen und vertrauensvollen Kooperation mit der Europäischen Kommission.
Voraussetzung für die Auszahlung der Zuschüsse im Rahmen des österreichischen EU-Aufbauplans durch die Europäische Kommission war die nachweisliche Erfüllung von 166 "Meilensteinen". Im Zuge des Nachweises der Erreichung von "Meilensteinen" wurden insgesamt 5.893 Dokumente an die Europäische Kommission übermittelt. Im Rahmen einer Simplifizierung konnten 2025 35 Meilensteine und Ziele vereinfacht und die Gesamtzahl von 178 auf 166 reduziert werden.