"Next Generation EU": Kommission mobilisiert weitere 12 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung in Europa

"Next Generation EU" laut Kommissar Hahn großer Erfolg – Aufgebrachte Mittel unterstützen die Erholung Europas von der Covid-19-Pandemie sowie den ökologischen und digitalen Wandel

Installation d'une nouvelle affiche "NextGenerationEU sur la façade du bâtiment Berlaymont

Am 13. September 2022 hat die Europäische Kommission im Rahmen von "Next Generation EU" eine doppelte Tranche Anleihen im Wert von 12 Milliarden Euro ausgegeben. Dies ist die 12. syndizierte Transaktion im Rahmen von "Next Generation EU" und die 7. im Jahr 2022. Sie besteht aus einer neuen Anleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren in Höhe von 7 Milliarden Euro, die am 4. Oktober 2027 fällig wird, und einer neuen Anleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren mit einem Wert von 5 Milliarden Euro, die am 4. Oktober 2052 fällig wird.

"Das Programm ,Next Generation‘ EU der Kommission ist weiterhin ein Erfolg, wovon auch die EU-Mitgliedstaaten und die Begünstigten profitieren. Die nun aufgebrachten Mittel werden die Erholung Europas von der Pandemie und den dringend benötigten ökologischen und digitalen Wandel weiter unterstützen", erklärte dazu Johannes Hahn, Kommissar für Haushalt und Verwaltung.

Große Nachfrage der Anlegerinnen und Anleger

Trotz des schwierigen Marktumfelds blieb die Nachfrage der Anlegerinnen und Anleger mit Geboten von insgesamt über 114 Milliarden Euro oder einer das Neunfache übersteigenden Überzeichnung hoch.

Mit dieser Transaktion hat die Kommission im Jahr 2022 bisher insgesamt 73,75 Milliarden Euro an langfristigen Finanzierungen im Rahmen von "Next Generation EU" und seit Beginn des Programms im Juni 2021 in der Summe 144,75 Milliarden Euro bereitgestellt. Im Einklang mit der Durchführung des Ende Juni 2022 vorgestellten Finanzierungsplans der Kommission für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2022 wurden davon allein seit Juli 2022 Anleihen im Wert 23,75 Milliarden Euro ausgegeben.

110 Milliarden Euro aus der Aufbau- und Resilienzfazilität

Dank der aufgebrachten Mittel hat die Europäische Kommission bis dato über 110 Milliarden Euro aus der Aufbau- und Resilienzfazilität und mehr als 15 Milliarden Euro aus anderen EU-Programmen – für welche "Next Generation EU"-Mittel bereitgestellt werden – ausgezahlt. Die so mobilisierten Mittel sollen seitens der Kommission weiterhin genutzt werden, um die Erholung Europas nach der Covid-19-Pandemie zu unterstützen, indem die Kommission den EU-Mitgliedstaaten im Rahmen der Aufbau- und Resilienzfazilität sowie anderer Programme Finanzmittel bereitstellt.  

Hintergrund: Ziel eines grüneren, digitaleren und resilienteren Europas

"Next Generation EU" ist ein befristetes Aufbauinstrument mit einem Volumen von mehr als 800 Milliarden Euro zu jeweiligen Preisen, mit dem die wirtschaftliche Erholung Europas von der Covid-19-Pandemie unterstützt und gleichzeitig ein Beitrag zum Aufbau eines "grüneren", digitaleren und resilienteren Europa geleistet werden soll.

Zur Finanzierung von "Next Generation EU" bringt die Kommission im Namen der EU bis Ende 2026 auf den Kapitalmärkten bis zu 800 Milliarden Euro auf. Parallel zu "Next Generation EU" führt die Kommission mehrere "Back-to-back"-Finanzierungsprogramme durch, über die der spezifische Bedarf der EU-Mitgliedstaaten und von Drittländern finanziert werden soll. Dazu gehört auch das Makrofinanzhilfeprogramm, in dessen Rahmen die Kommission der Ukraine seit Jahresbeginn 2,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt und eine weitere Unterstützung in Höhe von 5 Milliarden Euro vorgeschlagen hat, die erste Tranche eines Pakets von bis zu 9 Milliarden Euro.

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