Neues Förderprogramm "Kulturerbe digital" vorgestellt

Förderprogramm im Rahmen des EU-Aufbauplans zur digitalen Unterstützung von Kultureinrichtungen – 15 Millionen Euro stehen bis August 2024 zur Verfügung – Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: "Neue Möglichkeiten Kulturgüter zu erschließen, zu entdecken, zu erkunden, zu nützen und mehr Menschen für Kultur zu begeistern"

Staatssekretärin Andrea Mayer und die Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Naturhistorischen Museums Wien Katrin Vohland bei der Pressekonferenz "Digitalisierung kulturelles Erbe"

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer präsentierte am 21. November 2022 im Rahmen einer Pressekonferenz die erstmalig ausgeschriebene Förderinitiative "Kulturerbe digital", welche mit einem Förderbudget von 15 Millionen Euro bis August 2024 aus Mitteln des EU-Aufbauplans finanziert werden soll. Ziel ist es Kultureinrichtungen dabei zu unterstützten, das Potenzial digitaler Technologien stärker für sich zu nützen. Gemeinsam mit der Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien, Katrin Vohland, wurde darüber hinaus das Kooperationsprojekt "Kulturpool Neu", ein zentrales Such- und Serviceportal für das Kulturerbe Österreichs, vorgestellt.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: "Kulturwissen erreicht mithilfe der Digitalisierung einen noch breiteren Publikumskreis"

"Auf digitalen Wegen bieten sich neue Möglichkeiten Kulturgüter zu erschließen, zu entdecken, zu erkunden, zu nützen und mehr Menschen für Kultur zu begeistern. Die kulturellen Erzeugnisse der Vergangenheit und Gegenwart für die kommenden Generationen zu bewahren, zu vermitteln und zugänglich zu machen ist eine zentrale Verantwortung der Kulturpolitik", so Andrea Mayer, die weiter betonte: "Kulturwissen erreicht mithilfe der Digitalisierung einen noch breiteren Publikumskreis. Durch die Online-Zugänglichkeit zu kulturellem Material und die digitale Bewahrung werden die unschätzbaren kulturellen Güter unseres Landes leichter und niederschwelliger erforschbar."

Mit Hilfe des Förderprogramms soll das österreichische Kulturerbe noch effektiver einer breiten nationalen wie internationalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die digitale Abbildung, elektronische Erfassung und Katalogisierung von Sammlungsobjekten gefördert werden. Des Weiteren umfasst die Förderinitiative "Kulturerbe digital" Maßnahmen zur Veröffentlichung, Präsentation und Vermittlung oder auch der Aufbau von Online-Sammlungen.

Hinweis

Antragstellung für "Kulturerbe digital"

Förderanträge im Rahmen von "Kulturerbe digital" können ab sofort bis 31. Jänner 2023 online auf der Website des BMKÖS eingebracht werden. Eine weitere Ausschreibung im Rahmen von "Kulturerbe digital" erfolgt im Herbst 2023. Die Förderhöhe ist pro Ausschreibung und Antragstellerin beziehungsweise Antragsteller auf 300.000 Euro begrenzt. Kosten bis 100.000 Euro werden mit bis zu 85 Prozent bezuschusst, darüber liegt die Förderquote bei 50 Prozent.

"Kulturpool Neu" – Such- und Serviceportal für das Kulturerbe Österreichs

Das zweite, auf der Pressekonferenz am 21. November 2022 vorgestellte Projekt, ist die Neuaufstellung des Online-Portals "Kulturpool", ein zentrales Such- und Serviceportal für das Kulturerbe Österreichs, mit dessen Hilfe Bestände von Museen, Bibliotheken und Archiven übergreifend durchsucht werden können. Mit der Umsetzung und der dauerhaften Betreuung der neuen Plattform ist das Naturhistorische Museum Wien unter der Leitung von Generaldirektorin Katrin Vohland beauftragt.

"Wir freuen uns sehr, mit der Neuaufstellung der Plattform 'Kulturpool' einen Beitrag zur weiteren Öffnung des kulturellen Erbes Österreichs leisten zu dürfen. Es ist eine große Verantwortung und wir werden mit vielen Stakeholdern sprechen. Neben der technischen Entwicklung und der Kommunikation nehmen wir bereits jetzt einen großen Beratungsbedarf wahr", betonte Generaldirektorin Katrin Vohland.

Das Vorhaben wird mit EU-Mitteln aus dem EU-Aufbauplan in Höhe von 1,5 Millionen Euro finanziert. Derzeit bietet der "Kulturpool" über 1,5 Millionen digitale Objekte, unter anderem aus den Sammlungen der Albertina, des Kunsthistorischen Museums, des Naturhistorischen Museums, der Österreichischen Nationalbibliothek, der Niederösterreichischen Landesbibliothek und vielen mehr.

Hintergrund: Maßnahmen für Kunst und Kultur im österreichischen EU-Aufbauplan

Im österreichischen EU-Aufbauplan ist ein eigenes Kapitel zu Kunst und Kultur verankert. Vorgesehen sind 2 Reformen und EU-Mittel für 3 Investitionsvorhaben in Höhe von insgesamt 66,5 Millionen Euro.

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